IBM startete holprig ins neue Börsenjahr. Die Aktie verlor am Freitag 1,59 Prozent auf 291,50 US-Dollar – zeitgleich mit dem Inkrafttreten einer umfassenden Preiserhöhung. Während das Management von Margensteigerung spricht, fragen sich Investoren: Wie viele Kunden bleiben der teuren Rechnung treu?
Preisschock zum Jahresauftakt
Seit dem 1. Januar verlangt IBM durchschnittlich sechs Prozent mehr für Software und Hardware. Betroffen sind unter anderem Passport-Advantage-Lizenzen, monatliche IBM-Z-Abos und Storage-Systeme. Bestimmte Cloud-Services und Legacy-Support für Power-Hardware verteuern sich sogar um bis zu zehn Prozent. Zudem wird der bisherige Basis-Support für Cloud-Angebote ab sofort kostenpflichtig.
Die Maßnahme soll Inflationsdruck abfedern und den Umsatz pro Kunde stabilisieren. Doch die Börsenreaktion zeigt Skepsis: Viele Unternehmen überprüfen derzeit ihre IT-Budgets. Eine aggressive Preispolitik könnte ausgerechnet jetzt kostenempfindliche Großkunden zum Wechsel bewegen.
KI-Offensive und Milliarden-Zukauf
Parallel dazu treibt IBM den Ausbau seiner Hybrid-KI-Plattform voran. Seit Anfang Dezember ist das Sprachmodell Mistral Large 3 mit 41 Milliarden Parametern in die watsonx-Umgebung integriert. Unternehmenskunden können damit externe Modelle neben IBMs eigenen Granite-Systemen nutzen – ein Ansatz, der Flexibilität verspricht, aber auch Komplexität erhöht.
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Größere Schlagzeilen macht jedoch die geplante Übernahme von Confluent für elf Milliarden US-Dollar. Der Deal, der Mitte 2026 abgeschlossen werden soll, zielt auf die Dominanz im Echtzeit-Datenstreaming ab. Diese Technologie gilt als Grundlage für generative KI-Anwendungen. Die Kombination aus höheren Preisen und strategischer M&A-Aktivität unterstreicht die Fokussierung auf margenstarke Geschäftsfelder.
Vorstandsmitglieder kaufen nach
Am Freitagabend wurden SEC-Meldungen veröffentlicht, die auf anhaltende Zuversicht im Aufsichtsrat hindeuten. Drei Directors – Michael Miebach, Frederick H. Waddell und Thomas Buberl – erhielten zum 31. Dezember Aktien im Rahmen ihrer aufgeschobenen Vergütungsprogramme. Die Transaktionen koppeln die Vorstandsinteressen direkt an die langfristige Kursentwicklung.
Quartalszahlen am 28. Januar
Die entscheidenden Antworten liefert der Geschäftsbericht für das vierte Quartal am 28. Januar 2026. Dann wird sich zeigen, wie das Management die Umsatzeffekte der Confluent-Akquisition einschätzt und wie Kunden auf die Preisanhebung reagiert haben. Technisch testet die Aktie derzeit die psychologisch wichtige 290-Dollar-Marke. Ein nachhaltiger Bruch könnte weiteren Druck auf den 50-Tage-Durchschnitt auslösen.
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