Die Investmentbank Jefferies stuft IBM von „Hold“ auf „Buy“ hoch und hebt das Kursziel von 300 auf 360 US-Dollar an. Analyst Brent Thill sieht die Software-Sparte vor einem Neustart – getrieben durch die Dynamik von Red Hat und strategische Zukäufe wie HashiCorp. Besonders die angekündigte Übernahme von Confluent für 11 Milliarden US-Dollar gilt als zentraler Baustein für das neue Vertrauen.
Software-Wachstum als Dreh- und Angelpunkt
Jefferies begründet die Heraufstufung mit einer „klareren Perspektive“ für beschleunigtes Software-Wachstum in diesem Jahr. Thill bevorzugt in seinem Software-Ausblick für 2026 Infrastruktur-Anbieter gegenüber reinen Applikationsanbietern – und IBM profitiert genau von diesem Schwenk.
Die wichtigsten Treiber laut Jefferies:
- Red Hat Momentum: Die 2019 für 34 Milliarden US-Dollar übernommene Open-Source-Plattform zeigt weiterhin starke Dynamik
- HashiCorp-Synergien: Die im Februar 2025 abgeschlossene 6,5-Milliarden-Dollar-Akquisition stärkt IBMs Cloud-Automatisierung
- Confluent-Deal: Die für die zweite Jahreshälfte 2026 geplante Übernahme schließt eine Lücke bei Echtzeit-Datenströmen – besonders wichtig für KI-Workloads
„Diese Schritte stärken IBMs Hybrid-Cloud- und Datenplattform-Fähigkeiten und schaffen Cross-Selling-Chancen“, so Thill. IBM baut gezielt ein umfassendes Ökosystem für Unternehmens-KI auf.
Bewertungslücke trotz starkem Vorjahr
Obwohl die IBM-Aktie 2025 mehr als 30 Prozent zulegte, sieht Jefferies Nachholpotenzial. Gemessen an den erwarteten Gewinnen für 2027 notiere die Aktie immer noch unter vergleichbaren Software-Konzernen. Das neue Kursziel von 360 US-Dollar impliziert rund 22 Prozent Aufwärtspotenzial.
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Am Montag schloss IBM bei 294,97 US-Dollar mit einem Plus von 1,2 Prozent. Technisch bewegt sich die Aktie in einer Konsolidierungsformation, der Ausbruchspunkt liegt bei 324,90 US-Dollar – dem 52-Wochen-Hoch vom November 2025.
Mainframe-Geschäft als unterschätzter Faktor
Neben der Software-Sparte hebt Thill auch die neue z17-Mainframe-Generation hervor, die speziell für KI-Anwendungen konzipiert wurde. Die Großrechner tragen zur verbesserten Performance im Infrastruktur-Segment bei – ein oft übersehener Wachstumstreiber.
Nächster wichtiger Termin: Die Quartalszahlen für das vierte Quartal 2025 werden noch im Januar erwartet. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 4,33 US-Dollar, was einem Anstieg von 10,5 Prozent entsprechen würde.
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