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IBM Aktie: Software-Schwäche trübt starke Quartalszahlen

IBM übertrifft Umsatz- und Gewinnerwartungen, verliert jedoch 8 Prozent an der Börse aufgrund schwächelnder Software-Sparte. KI-Geschäft boomt auf 7,5 Milliarden Dollar.

Redaktion Stock-World ·
IBM Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Software-Segment verfehlt Analystenerwartungen knapp
  • KI-Geschäft wächst spektakulär auf 7,5 Milliarden Dollar
  • Aktie verliert 8 Prozent trotz positiver Gesamtzahlen
  • Infrastructure-Sparte glänzt mit 14 Prozent Wachstum

Ein klassischer Fall von „buy the rumor, sell the news“: Während IBM im zweiten Quartal Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertraf, strafte der Markt die Aktie dennoch ab. Der Grund liegt in der verhaltenen Performance des Software-Segments – und zeigt, wie empfindlich Investoren auf kleinste Abweichungen bei Tech-Titeln reagieren.

Infrastruktur glänzt, Software enttäuscht

Das eigentliche Zahlenwerk liest sich hervorragend: Der Gewinn je Aktie legte um 15 Prozent auf 2,80 Dollar zu und übertraf die Erwartungen von 2,65 Dollar. Der Umsatz wuchs um 8 Prozent auf 16,98 Milliarden Dollar. Doch der Teufel steckt im Detail – und der heißt Software.

Während die Infrastructure-Sparte mit einem Plus von 14 Prozent auf 4,14 Milliarden Dollar glänzte, verfehlte das Software-Geschäft mit 7,39 Milliarden Dollar knapp die Erwartungen der Analysten. Besonders beunruhigend: Das bereinigte Wachstum verlangsamte sich auf 8 Prozent nach 9 Prozent im Vorquartal. Jefferies-Analyst Brent Thill brachte es auf den Punkt: Die Software-Story sei solide, aber kein Ausrufezeichen.

KI-Business boomt – aber reicht das?

Im Kontrast dazu entwickelt sich das KI-Geschäft spektakulär. CEO Arvind Krishna verkündete, dass das generative AI-Geschäft mittlerweile über 7,5 Milliarden Dollar umfasst – ein gewaltiger Sprung gegenüber den rund 2 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Die Nachfrage nach KI-Agenten und den Open-Source-Modellen der Granite-Serie scheint ungebrochen.

Doch offenbar zweifeln Anleger, ob dieser Boom ausreicht, um etwaige Schwächen im Kerngeschäft auszugleichen. Die Aktie verlor trotz der positiven Gesamtzahlen 8 Prozent nach der Ergebnispräsentation – und brach durch wichtige technische Unterstützungsniveaus.

Analysten gespalten, Ausblick optimistisch

Die Reaktionen der Analysten zeigen ein gespaltenes Bild: Während Wedbush mit einem Kursziel von 325 Dollar und einer „Outperform“-Einstufung bullisch bleibt, verharrt Jefferies bei „Neutral“. Das durchschnittliche Kursziel von UBS, JP Morgan und Bank of America liegt bei 266,67 Dollar und impliziert immerhin noch eine zweistellige Upside.

Das Unternehmen selbst zeigt sich zuversichtlich und erhöhte die Prognose für den freien Cashflow auf über 13,5 Milliarden Dollar. Die Umsatzerwartung von mindestens 5 Prozent Wachstum wurde bekräftigt.

Die entscheidende Frage bleibt: Kann IBMs boomendes KI-Geschäft die leichten Dellen im Software-Segment langfristig kompensieren – oder offenbart die Marktreaktion fundamentale Zweifel an der Nachhaltigkeit der Transformation?

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IBM Aktie

206,80 EUR

– 2,00 EUR -0,96 %
KGV 20,63
KUV 3,09
Sektor Technologie
Div.-Rendite 2,87 %
Marktkapitalisierung 213,50 Mrd. USD
Ø Kursziel 240,56 USD
ISIN: US4592001014 WKN: 851399

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