IBM Aktie: US-Regierung bewilligt 1 Milliarde für Quantenwafer
IBM und Anderon investieren insgesamt zwei Milliarden US-Dollar in Quanten-Wafer, während Kooperationen neue industrielle Anwendungen vorantreiben.

Kurz zusammengefasst
- Eine Milliarde US-Dollar US-Förderung
- IBM investiert weitere Milliarde
- 300-Millimeter-Fertigung für Quanten-Wafer
- Quantum System Two für Schweiz
IBM treibt die Industrialisierung der Quantentechnologie massiv voran und sichert sich dabei signifikante Unterstützung durch die US-Regierung. Am Mittwoch finalisierte das IBM-Tochterunternehmen Anderon eine Fördervereinbarung im Rahmen des CHIPS and Science Act mit dem US-Handelsministerium.
Das Volumen der staatlichen Unterstützung beläuft sich auf eine Milliarde US-Dollar und ist zweckgebunden für Forschung und Entwicklung in der Fertigung von Quanten-Wafern.
Staatliche Unterstützung für Chip-Fertigung
Parallel zur staatlichen Förderung intensiviert IBM das Engagement bei der Tochtergesellschaft durch eine eigene Investition in gleicher Höhe. Mit diesen insgesamt zwei Milliarden US-Dollar betreibt Anderon eine spezialisierte 300-Millimeter-Foundry für Quanten-Wafer.
Medienberichten zufolge durchlaufen erste Einheiten dieser Wafer bereits den Fertigungsprozess in der Produktionsstätte. Ziel dieser Initiative ist es, Forschungsergebnisse schneller in kommerziell nutzbare Quantentechnologien zu überführen und eine industrielle Basis für die neue Chip-Generation zu schaffen.
Internationale Kooperationen und technologische Meilensteine
Auch auf dem europäischen Kontinent baut der Technologiekonzern seine Präsenz im Bereich des Quantencomputings aus. Am 10. September gaben IBM und der Konzern Lockheed Martin die Einrichtung eines Innovationszentrums an der ETH Zürich bekannt. Herzstück dieser Kooperation ist das erste IBM Quantum System Two in der Schweiz, das am Swiss National Supercomputing Center in Lugano installiert wird.
Dieses System basiert auf dem Nighthawk-Prozessor und soll voraussichtlich bis Ende 2026 einsatzbereit sein. Die Zusammenarbeit mit Lockheed Martin umfasst zudem zwei konkrete Entwicklungsprojekte: Quantensensorik für Navigationsanwendungen sowie die additive Fertigung von Metalllegierungen.
Diese Projekte verdeutlichen den strategischen Ansatz des Unternehmens, Quantencomputing weg von rein theoretischer Forschung hin zu industriellen Anwendungen zu führen.
Kapitalmarkt-Perspektive und Insider-Aktivitäten
An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabilisiert, wenngleich die langfristige Entwicklung noch Herausforderungen birgt. Am gestrigen Donnerstag schloss die Aktie bei 207,50 Euro, was einer geringfügigen Tagesveränderung von 0,1 Prozent entspricht. Damit notiert der Wert aktuell 3,0 Prozent über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage, was auf eine gewisse Bodenbildung im kurzfristigen Bereich hindeutet.
In der Führungsebene kam es unterdessen bereits im vergangenen Monat zu einer größeren Transaktion. Thomas Robert David, Senior Vice President des Unternehmens, veräußerte am 26. August ein Paket von 25.000 Aktien.
Der Verkauf erfolgte laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC zu einem gewichteten Durchschnittspreis von 230,32 US-Dollar je Aktie. Anleger beobachten nun, ob die massiven Investitionen in die Quanten-Sparte das Potenzial haben, die Marktposition von IBM dauerhaft zu stärken und die seit Jahresbeginn verzeichneten Kursverluste auszugleichen.
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