Bei IBM kommen gleich mehrere Signale aus dem Maschinenraum zusammen: ein größerer Insiderkauf, ein prominenter Neuzugang im Verwaltungsrat und optimistischere Analysten nach den jüngsten Quartalszahlen. Das wirkt nach innen wie nach außen – auch wenn das Marktumfeld zuletzt eher gebremst hat. Was steckt hinter den einzelnen Bausteinen, und wie passen sie zusammen?
Insiderkauf und neues Board-Mitglied
Am Freitag hat IBM-Director David N. Farr laut SEC-Meldung (Form 4) 1.000 Aktien am Markt gekauft. Der Kauf hatte ein Volumen von rund 304.000 US-Dollar und erhöht seinen direkten Bestand auf 9.258 Aktien. Solche Käufe werden am Markt oft als Vertrauenssignal gewertet, weil hier privates Geld zu aktuellen Kursen eingesetzt wird.
Parallel hat IBM die Wahl von Ramon L. Laguarta, Chairman und CEO von PepsiCo, in den Verwaltungsrat bekannt gegeben. Der Start ist zum 1. März 2026 geplant. CEO Arvind Krishna stellte dabei vor allem Laguartas Erfahrung bei der Transformation großer globaler Organisationen heraus – ein Profil, das IBM in einer Phase strategischer Weichenstellungen gut gebrauchen kann.
Analysten werden zuversichtlicher – aber nicht alle
Nach dem Q4-Bericht und dem Ausblick für 2026 hat sich der Ton einiger Häuser aufgehellt. Evercore ISI hob das Kursziel auf 345 US-Dollar an und blieb bei „Outperform“. Jefferies ging noch weiter und nannte 370 US-Dollar als Ziel – mit Verweis auf Dynamik im Softwaregeschäft sowie bei Hybrid-Cloud-Lösungen.
Gleichzeitig gibt es weiterhin Zurückhaltung bei der Bewertung: Bernstein bestätigte „Market Perform“ und stellte damit die starke operative Entwicklung einer Aktie gegenüber, die zuvor bereits deutlich zugelegt hatte.
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Wichtig für die Modelle vieler Investoren: die geplante Übernahme von Confluent. IBM erwartet den Abschluss bis Mitte 2026 und hat darauf hingewiesen, dass der Deal in der zweiten Jahreshälfte etwa 600 Mio. US-Dollar Vorsteuer-Gewinnverwässerung bringen könnte. Diese Belastung ist damit kein „Nebensatz“, sondern ein Faktor, der die kurzfristige Ergebnisoptik messbar dämpfen kann.
Börsenklima bremst am Freitag
Trotz der unternehmensspezifisch positiven Impulse zeigte sich die Aktie am Freitag leicht schwächer. Der Schlusskurs lag bei 259,25 Euro. Hintergrund war vor allem die breitere Marktstimmung: Die Nominierung von Kevin Warsh als künftigen Fed-Vorsitzenden (Amtsantritt nach Ablauf der aktuellen Amtszeit im Mai) sorgte laut Bericht für eine defensivere Positionierung, weil Anleger ihre Zinserwartungen neu kalibrierten.
In den kommenden Wochen dürfte bei IBM vor allem der Blick nach vorn zählen: Am 1. März 2026 wird der neue Board-Zugang wirksam, und bis Mitte 2026 soll der Confluent-Deal abgeschlossen werden – inklusive der vom Management bereits bezifferten Ergebnisverwässerung in der zweiten Jahreshälfte.
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