ImmunityBio Aktie: Reaktion auf die Klagewelle
ImmunityBio sieht sich nach FDA-Warnbrief wegen irreführender Werbeaussagen mit Sammelklagen konfrontiert. Das Management reagiert mit neuen Compliance-Richtlinien, während die klinische Pipeline Fortschritte meldet.

Kurz zusammengefasst
- FDA rügt irreführende Werbeaussagen zu Krebsmittel
- Mehrere Anwaltskanzleien bereiten Sammelklagen vor
- Unternehmen führt strengere Compliance-Protokolle ein
- Klinische Studie für Hauptprodukt vollständig rekrutiert
Der juristische Druck auf ImmunityBio nimmt weiter zu. Nachdem die US-Gesundheitsbehörde FDA irreführende Werbeaussagen zum Krebsmittel Anktiva gerügt hatte, bringen sich nun mehrere Anwaltskanzleien für Sammelklagen in Stellung. Während das Management mit neuen Compliance-Richtlinien gegensteuert, rückt der operative Fortschritt der klinischen Pipeline fast in den Hintergrund.
Falsche Versprechungen im Podcast
Auslöser der juristischen Auseinandersetzung ist ein Auftritt des Executive Chairman Dr. Patrick Soon-Shiong im Podcast The Sean Spicer Show. Dort traf er weitreichende Aussagen über das Hauptprodukt Anktiva. Die FDA stufte diese in einem Warnbrief als irreführend ein, da der Eindruck erweckt wurde, das Medikament könne alle Krebsarten heilen oder verhindern.
Als diese Rüge am 24. März öffentlich wurde, brach der Aktienkurs um über 21 Prozent ein und vernichtete fast zwei Milliarden US-Dollar an Marktwert. Mehrere Kanzleien, darunter Hagens Berman und Kessler Topaz, werfen dem Management nun Verstöße gegen US-Wertpapiergesetze vor. Sie vertreten Investoren, die zwischen dem 19. Januar und dem 24. März 2026 Papiere des Unternehmens erworben haben.
Das Management steuert gegen
Das Biotech-Unternehmen lässt die Vorwürfe allerdings nicht unbeantwortet. Gestern reichte ImmunityBio eine umfassende Stellungnahme bei der FDA ein. Ein strengeres Compliance-Protokoll, verpflichtende Schulungen für Führungskräfte und der Einsatz externer Berater sollen künftige Kommunikationspannen verhindern.
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Gleichzeitig stellte das Management klar, dass die umstrittenen Podcast-Aussagen lediglich visionärer Natur für die zugrundeliegende Onkologie-Plattform gewesen seien. Ein ebenfalls von der FDA kritisierter Werbespot sei zudem nie öffentlich ausgestrahlt worden. Anleger honorierten diese Klarstellung mit einem leichten Kursplus von drei Prozent.
Operativer Fortschritt trotz Gegenwind
Abseits der juristischen Schauplätze liefert die klinische Pipeline solide Daten. Die randomisierte Studie QUILT-2.005 ist mit 366 Patienten vollständig rekrutiert. Ein unabhängiges Komitee bestätigte, dass die Teilnehmerzahl ausreicht, um die Wirksamkeit von Anktiva in Kombination mit BCG im Vergleich zur alleinigen BCG-Gabe zu belegen. Dementsprechend plant ImmunityBio weiterhin, im vierten Quartal 2026 den finalen Zulassungsantrag einzureichen.
Trotz der jüngsten Turbulenzen verzeichnet das Papier im bisherigen Jahresverlauf noch immer ein massives Plus von 278 Prozent. Betroffene Investoren haben nun bis zum 26. Mai 2026 Zeit, sich als Hauptkläger für die laufenden Verfahren registrieren zu lassen. Bis dahin wird die juristische Aufarbeitung den Newsflow des Unternehmens maßgeblich mitbestimmen.
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