Imperial Brands Aktie: 36,5 Prozent Betriebsgewinn eingebrochen
Tabakkonzern Imperial Brands erhöht Dividende um vier Prozent, während Transformationskosten den Gewinn drücken. Aktie nahe Jahrestief.
Kurz zusammengefasst
- Zwischendividende um vier Prozent erhöht
- Rückkaufprogramm über 1,45 Milliarden Pfund
- Betriebsgewinn durch Restrukturierung gesunken
- Next-Generation-Products mit 7,5 Prozent Wachstum
Die Halbjahreszahlen von Imperial Brands zeigen einen klaren Kontrast: Der Tabakkonzern erhöht die Dividende um vier Prozent und setzt sein milliardenschweres Rückkaufprogramm fort – gleichzeitig belasten Restrukturierungskosten den ausgewiesenen Gewinn deutlich. Die Aktie notiert mit 32,13 Euro nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 31,52 Euro. Seit Jahresbeginn verlor das Papier über elf Prozent.
Dividende und Rückkäufe bestätigt
Der Vorstand genehmigte eine Zwischendividende von 83,36 Pence je Aktie. Ausgezahlt wird in zwei gleichen Raten: Die erste am 30. Juni 2026 (Stichtag: 22. Mai), die zweite am 30. September 2026 (Stichtag: 21. August). Parallel dazu fließen 1,45 Milliarden Pfund in den Rückkauf eigener Aktien – ein klares Bekenntnis zur Kapitalrückführung trotz laufender Transformation.
Halbjahreszahlen: Betriebsgewinn unter Druck
Für die sechs Monate bis 31. März meldet das Unternehmen ein Umsatzplus von 1,5 Prozent im Tabakgeschäft. Die Next-Generation-Products (NGP) legten um 7,5 Prozent zu. Der ausgewiesene Betriebsgewinn brach dagegen um 36,5 Prozent ein. Verantwortlich: Kosten für die „Evolve 2030“-Strategie und ein Vergleich im Rechtsstreit um Tabakschäden in Delaware.
Auf bereinigter Basis zeigt sich ein anderes Bild: Der operative Gewinn stieg um 0,6 Prozent auf 1,644 Milliarden Pfund. Management und Markt blicken auf die nächsten Monate – die konsequente Preispolitik gleicht rückläufige Absätze aus. In einigen Fokusmärkten gab das Unternehmen bewusst Marktanteile ab, um die Profitabilität zu schützen.
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Ausblick bestätigt, geopolitische Risiken
Imperial Brands hält an der Jahresprognose fest: niedriges einstelliges Umsatzplus im Tabaksegment, zweistelliges NGP-Wachstum, bereinigtes Betriebsergebnisplus von drei bis fünf Prozent währungsbereinigt. Der Gewinn je Aktie soll mindestens hoch einstellig zulegen.
Die Transformation schreitet voran – eine Partnerschaft mit Capgemini soll bis 2030 jährlich 320 Millionen Pfund einsparen. Ein Risikofaktor bleibt der Nahost-Konflikt. Zwar habe er die aktuellen Zahlen nicht belastet, könnte aber das Geschäftsjahr 2027 beeinflussen.
Analysten bleiben zurückhaltend
RBC Capital Markets bestätigte das „Sector Perform“-Rating, passte jedoch die Schätzungen an. Die erste Dividendenrate wird am 30. Juni ausgezahlt. Ob der Kurs bis dahin wieder Anschluss an die 50-Tage-Linie (34,48 Euro) findet, hängt entscheidend davon ab, ob das NGP-Wachstum im zweiten Halbjahr an Fahrt gewinnt.
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