Infineon: 3 Millionen Aktien bis November 2026
Infineon startet Aktienrückkauf über bis zu 225 Mio. Euro. Goldman Sachs erhöht das Kursziel auf 91 Euro, gestützt auf KI-Nachfrage und Rekordumsatz.

Kurz zusammengefasst
- Neues Rückkaufprogramm über 225 Mio. Euro
- Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 91 Euro
- Rekordumsatz von 4,17 Mrd. Euro im Q3
- Aktie legt um 2,21 Prozent auf 64,20 Euro zu
Infineon hat am Montag den nächsten Schritt seines laufenden Rückkaufprogramms konkretisiert. Der Chiphersteller will bis zu 3 Millionen eigene Aktien erwerben, das Budget dafür liegt bei maximal 225 Millionen Euro innerhalb eines ursprünglichen Rahmens von bis zu 300 Millionen Euro.
Die Laufzeit ist bis spätestens 13. November 2026 befristet. Ergänzend veröffentlichte das Unternehmen eine Kapitalmarktmitteilung, in der ein unabhängiges Kreditinstitut mit der technischen Abwicklung des Programms mandatiert wurde.
Rückkauf trifft auf frische Analystenstimmen
Der Zeitpunkt des Programms fällt mit neuer Bewegung bei den Kurszielen zusammen. Goldman-Sachs-Analyst Alexander Duval bestätigte am Mittwoch seine Kaufempfehlung für Infineon und hob das Kursziel von 88 auf 91 Euro an. Als Begründung nannte er die beschleunigte Nachfrage aus dem KI-Bereich sowie eine Erholung der Endmärkte. Damit bewegt sich Goldman Sachs am oberen Rand der aktuellen Einschätzungen zum Papier.
Der Rückkauf und die angehobene Zielmarke fügen sich in ein Bild, das Anleger zuletzt zunehmend optimistisch stimmt. Infineon hatte am vergangenen Freitag Zahlen zum dritten Geschäftsquartal vorgelegt, seither hat die Aktie um 2,9 Prozent zugelegt. Der Umsatz kletterte auf einen Rekordwert von 4,17 Milliarden Euro, ein Plus von 12,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,23 auf 0,32 Euro. Zugleich hob das Management die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf rund 16,3 Milliarden Euro an und rechnet mit einem Beitrag von über 1,6 Milliarden Euro aus KI-Rechenzentrums-Lösungen.
Kursreaktion und Bewertung
Die Aktie honoriert die Nachrichtenlage: Am heutigen Mittwoch legt das Papier um 2,21 Prozent zu und notiert bei 64,20 Euro, nach einem Schlusskurs von 62,81 Euro am Dienstag. Auf Wochensicht steht ein Plus von 6,31 Prozent, seit Jahresbeginn hat sich der Kurs um 70,16 Prozent verteuert.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 89,67 Euro bleibt die Aktie mit einem Abstand von 28,40 Prozent jedoch noch deutlich entfernt – ein Hinweis darauf, dass die jüngste Erholung erst einen Teil der vorherigen Korrektur ausgleicht.
Nicht alle Analystenstimmen der vergangenen Woche zeichneten ein einheitliches Bild. Die Deutsche Bank hatte ihr Kursziel Anfang August von 90 auf 85 Euro gesenkt, die Einstufung „Buy“ aber beibehalten.
Als Grund nannte Analyst Johannes Schaller einmalige Effekte in Fertigung und Lagerhaltung, die die Profitabilität belastet hätten – passend dazu lag die Segmentergebnis-Marge im dritten Quartal mit 19,1 Prozent leicht unter der Analystenerwartung von 19,6 Prozent.
Jefferies-Analyst Janardan Menon hielt zum gleichen Zeitpunkt an seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 96 Euro fest und verwies auf positive Aussichten für das Geschäftsjahr 2027.
Ein weiterer Pluspunkt aus den jüngsten Zahlen: Der freie Cashflow drehte im dritten Quartal auf 599 Millionen Euro, nach einem negativen Wert von minus 63 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Diese finanzielle Basis dürfte dem Unternehmen die Finanzierung des laufenden Rückkaufprogramms zusätzlich erleichtern, ohne die Bilanz über Gebühr zu belasten.
Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 12. August liefert die Antwort:
Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. August erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...