Infineon: 52,12 Euro nach Halbleiter-Aufwind
Infineon-Aktie durchbricht 50-Euro-Marke dank positiver Signale von SK Hynix und Texas Instruments. Goldman Sachs hebt Kursziel an.

Kurz zusammengefasst
- Kurssprung von über sieben Prozent
- Neues 52-Wochen-Hoch bei 53,10 Euro
- Rückenwind durch Rekordergebnisse der Konkurrenz
- Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 53 Euro
Ein Vierteljahrhundert mussten Aktionäre auf diesen Moment warten. Mit einem Kurssprung von über sieben Prozent durchbrach die Infineon-Aktie am Donnerstag die Marke von 50 Euro. Ein starkes Signal aus den USA und Südkorea lieferte den entscheidenden Impuls für den Ausbruch.
Zum Handelsschluss notierte der DAX-Konzern auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 53,10 Euro. Damit summiert sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf fast 39 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Wert des Papiers beinahe verdoppelt. Der Halbleiterwert profitierte massiv von einer Reihe positiver Quartalsberichte der internationalen Konkurrenz, die neue Anlagegelder in den Sektor lenkten.
Rückenwind von der internationalen Konkurrenz
SK Hynix legte am Morgen ein Rekordergebnis vor. Die Südkoreaner verzeichnen eine massive Nachfrage nach speziellen Speicherchips für Server und Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Parallel dazu überraschte Texas Instruments am Vorabend mit einem optimistischen Ausblick. Der US-Konzern stellte für das laufende Quartal einen Gewinn von bis zu 2,05 US-Dollar je Aktie in Aussicht. Das übertraf die Erwartungen der Wall Street deutlich. Auch STMicroelectronics lieferte stützende Prognosen.
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Diese Vorgaben treiben die Erwartungen vor den eigenen Quartalszahlen der Münchener. Die Investmentbank Goldman Sachs reagierte umgehend. Analyst Alexander Duval hob sein Kursziel auf 53 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Er begründete den Schritt mit angehobenen Umsatzprognosen für die kommenden Geschäftsjahre. Im Vorfeld der Bilanzpräsentation richtet der Experte sein Augenmerk besonders auf mögliche geopolitische Einflüsse.
Charttechnik und Ausblick
Der rasante Anstieg riss eine deutliche Lücke in den Kursverlauf und ging mit hohem Handelsvolumen einher. Da historische Widerstände auf diesem Preisniveau kaum noch existieren, bewegt sich das Papier nun in weitgehend unerschlossenem Terrain. Marktbeobachter verorten die erste maßgebliche Unterstützungszone nun im Bereich der 48-Euro-Marke, wo das alte Hoch aus dem Februar liegt.
Ob der Chipentwickler das neu erreichte Bewertungsniveau rechtfertigen kann, klärt sich am 6. Mai. Dann präsentiert Infineon die Ergebnisse zum zweiten Geschäftsquartal. Im Fokus der Investoren stehen dabei konkrete Aussagen zur Margenentwicklung sowie die tatsächliche Erholung der Nachfrage aus der Automobil- und Industriebranche.
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