Infineon Aktie: Chipknappheit stützt

Neue Halbleiter-Engpässe und starke KI-Nachfrage schaffen ein vorteilhaftes Preismilieu für Infineon, dessen Aktie ein 52-Wochen-Hoch erreicht hat.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue Chipknappheit mit stark verlängerten Lieferzeiten
  • Hohe Nachfrage aus KI-Bereich bindet Produktionskapazitäten
  • Infineon-Aktie notiert auf 52-Wochen-Hoch
  • Kurs liegt deutlich über dem 50-Tage-Durchschnitt

Eine neue Welle von Halbleiter-Engpässen rollt durch die deutsche Industrie – und der Markt schaut plötzlich wieder sehr genau auf die Produzenten. Infineon profitiert dabei von einem Umfeld, in dem Nachfrage und knappe Kapazitäten die Spielregeln verschieben. Doch wie viel Rückenwind liefert eine „Chipkrise 2.0“ dem Konzern wirklich?

„Chipkrise 2.0“: Lieferzeiten ziehen an

Laut Berichten spitzt sich die Versorgungslage bei Computerchips erneut zu – mit Erinnerungen an 2021 und 2022. Für bestimmte Komponenten sollen die Lieferzeiten teils stark gestiegen sein, in Einzelfällen ist sogar von Wartezeiten bis zu 50 Wochen die Rede. Gleichzeitig wurden deutliche Preisanstiege gemeldet, besonders bei Speicherchips: Dort sollen sich Preise teilweise verdrei- bis vervierfacht haben.

Infineon

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Das ist für viele Abnehmer – etwa aus der Industrie und der Autozulieferkette – eine schlechte Nachricht. Für Hersteller kann ein solches Umfeld aber auch die Preismacht erhöhen, wenn das Angebot nicht Schritt hält.

KI-Nachfrage bindet Kapazitäten

Als zentraler Treiber gilt die hohe Nachfrage aus dem KI-Bereich. Der Ausbau großer Rechenzentren durch Tech-Konzerne zieht Produktionskapazitäten an sich – und lässt für klassische Industriezweige weniger Spielraum. In diesem Zusammenhang wird sogar berichtet, dass einzelne Halbleiterproduzenten einen Aufnahmestopp für Neukunden verhängt haben sollen.

Unterm Strich: Nicht nur die Nachfrage steigt, sie konzentriert sich auch auf besonders kapazitätsintensive Bereiche – und verschärft so die Knappheit.

Kurs am Jahreshoch – so ordnet der Markt das ein

Infineon hat dieses Umfeld zuletzt mit Stärke quittiert: Am Mittwoch lag der Schlusskurs bei 47,03 Euro – zugleich das 52‑Wochen‑Hoch. Über die vergangenen 30 Tage summiert sich das Plus auf 11,18%, seit Jahresbeginn auf 22,78%.

Die Bewegung zum Jahreshoch passt zur Logik des Marktes: Knappes Angebot bei gleichzeitig hoher Nachfrage kann für Produzenten ein vorteilhaftes Preisumfeld bedeuten – auch wenn Lieferketten und Produktion unter Druck geraten können.

Konkret fällt zudem auf: Der Kurs liegt 12,87% über dem 50‑Tage‑Durchschnitt (41,67 Euro). Der RSI (14 Tage) steht mit 46,3 in einem eher neutralen Bereich – ein Hinweis darauf, dass die jüngste Stärke nicht automatisch „überhitzt“ wirken muss.

Zumindest kurzfristig spricht der neue Höchststand eine klare Sprache: Anleger bewerten Infineons Position in der aktuellen Angebots‑/Nachfragesituation offenbar positiv – und der Titel hat sich mit 47,03 Euro eine frische Referenzmarke gesetzt, an der sich die nächsten Handelstage messen lassen müssen.

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