Infineon Aktie: Goldman senkt von 5,22 auf 3,90 Prozent
Goldman Sachs senkt Beteiligung an Infineon auf 3,9 Prozent. Der Chipkonzern profitiert weiter von starker KI-Nachfrage und optimistischen Prognosen.

Kurz zusammengefasst
- Goldman-Anteil sinkt auf 3,9 Prozent
- Aktie fällt leicht, bleibt aber stark
- KI-Nachfrage treibt Infineon-Wachstum
- Jahresprognose im Mai angehoben
Goldman Sachs hat seine Gesamtposition an Infineon spürbar zurückgefahren. Eine neue Stimmrechtsmitteilung zeigt, dass der US-Finanzriese nun unter der Vier-Prozent-Schwelle liegt.
Goldman senkt von 5,22 auf 3,90 Prozent
Die Goldman Sachs Group meldete zum Stichtag 4. Juni 2026 eine Gesamtposition von 3,90 Prozent. Zuvor hatte der Wert bei 5,22 Prozent gelegen. Der Rückgang betrifft vor allem die Instrumenten-Seite der Position.
Die unmittelbaren Aktien-Stimmrechte blieben mit 0,93 Prozent vergleichsweise gering. Den größeren Teil bildeten Finanzinstrumente: 2,21 Prozent nach § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG, darunter ein „Right of Use“ von 1,003 Prozent und eine Call-Option mit Fälligkeit Dezember 2027. Hinzu kamen 0,76 Prozent nach § 38 Abs. 1 Nr. 2 WpHG, unter anderem ein Swap mit Laufzeit bis Juni 2036.
Die Meldung belegt keine operative Veränderung bei Infineon. Sie liefert Transparenz über die Kapitalmarktposition eines großen Finanzakteurs — mehr nicht.
Aktie kommt nach Rekordlauf zurück
An der Börse notiert Infineon aktuell bei 78,27 Euro, ein Tagesrückgang von 1,30 Prozent. Das relativiert sich schnell: Über 30 Tage steht ein Plus von rund 21 Prozent zu Buche, seit Jahresanfang sogar mehr als 100 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 89,67 Euro fehlen derzeit gut 13 Prozent.
Operative Erwartungen bleiben stark
Das fundamentale Bild hat sich seit Mai nicht verändert. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Infineon einen Umsatz von 3,812 Milliarden Euro und eine Segmentergebnismarge von 17,1 Prozent. Für das dritte Quartal peilt das Unternehmen rund 4,1 Milliarden Euro Umsatz an.
Die Jahresprognose wurde im Mai angehoben. Infineon erwartet nun eine Segmentergebnismarge von rund 20 Prozent und einen Free Cash Flow von rund 1,25 Milliarden Euro. Treiber bleibt die KI-Rechenzentrum-Nachfrage: Der Bereich Power & Sensor Systems soll 2026 deutlich schneller wachsen als der Konzern im Schnitt.
Am 5. August 2026 legt Infineon die nächsten Quartalszahlen vor — der Termin ist im Finanzkalender als vorläufig gekennzeichnet.
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