Infineon Aktie: Milliarden-Offensive gestartet!

Infineon erhöht seine Investitionen massiv auf 2,7 Milliarden Euro, um die starke Nachfrage nach KI-Chips zu bedienen. Die Quartalszahlen übertrumpfen Erwartungen, doch die Aktie zeigt sich unbeeindruckt.

Kurz zusammengefasst:
  • Investitionsvolumen um 500 Millionen Euro erhöht
  • KI-Umsatz soll bis 2027 auf 2,5 Milliarden steigen
  • Quartalsmarge übertrifft Analystenschätzungen deutlich
  • Aktienkurs trotz positiver Nachrichten im Minus

Infineon dreht am Investitionshebel – und zwar gewaltig. Der Chipkonzern aus Neubiberg erhöht seine Investitionen für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 um satte 500 Millionen Euro auf 2,7 Milliarden Euro. Der Grund: Die Nachfrage nach Chips für KI-Rechenzentren explodiert förmlich. CEO Jochen Hanebeck bringt es auf den Punkt: „Die sehr dynamische Nachfrage bei KI in einem ansonsten verhaltenen Marktumfeld gibt Infineon kräftigen Rückenwind.“

Das Bemerkenswerte: Infineon kann die Bestellungen aktuell nicht einmal vollständig bedienen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot. Hanebeck räumte ein, dass der tatsächliche Bedarf „etwas oberhalb“ der für 2025/26 anvisierten 1,5 Milliarden Euro KI-Umsatz liegt. Die Prognose sei „ausschließlich angebotsseitig begrenzt“ – also durch die Geschwindigkeit, mit der neue Kapazitäten hochgefahren werden können.

Infineon

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Dresden wird zum Turbo-Werk

Ein Großteil der zusätzlichen 500 Millionen Euro fließt nach Dresden. Dort soll im Sommer eine neue Fabrik eröffnen, deren Hochlauf nun deutlich beschleunigt wird. Im Fokus stehen vor allem Mosfet-Leistungshalbleiter für die Stromversorgung von Rechenzentren – ein Bereich, in dem höchste Energieeffizienz gefragt ist.

Die Zahlen verdeutlichen die Dimension: Für das Geschäftsjahr 2026/27 peilt Infineon bereits 2,5 Milliarden Euro KI-Umsatz an – ein Sprung um zwei Drittel gegenüber dem laufenden Jahr. Der Anteil am Gesamtumsatz würde damit von aktuell rund 10 Prozent auf 15 Prozent steigen. CFO Sven Schneider kommentierte: „Das ist bei einem nicht ganz so kleinen Unternehmen wie Infineon dann schon ein erheblicher Schritt.“

Quartalszahlen überzeugen – Börse skeptisch

Das erste Geschäftsquartal (Oktober bis Dezember 2025) übertraf die Erwartungen. Bei einem Umsatz von knapp 3,7 Milliarden Euro erreichte Infineon eine Segmentergebnis-Marge von 17,9 Prozent – deutlich über den von Analysten erwarteten 16,8 Prozent. Für das laufende zweite Quartal rechnet der Konzern mit 3,8 Milliarden Euro Umsatz.

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Die Börse reagierte dennoch verhalten. Nach einem kurzen Kurssprung um über vier Prozent drehte die Aktie ins Minus und verlor zuletzt 1,85 Prozent auf 40,32 Euro. Damit setzt sich der Abwärtstrend in Richtung des Januar-Tiefs fort.

Analystenstimmen bleiben positiv

Trotz der Kursschwäche halten die Analysten an ihren positiven Einschätzungen fest. Jefferies-Experte Janardan Menon hebt besonders das Wachstumsziel für 2027 hervor und bestätigt sein „Buy“-Rating mit Kursziel 52 Euro. Simon Coles von Barclays („Overweight“, Ziel 44 Euro) bezeichnet das KI-Wachstum als „dynamischer als gedacht“. Warburg Research (Kursziel 42 Euro) lobt zudem die höhere Profitabilität im ersten Quartal.

Parallel zur KI-Offensive kündigte Infineon die Übernahme von Teilen des Sensorgeschäfts von AMS Osram für 570 Millionen Euro an. Das zugekaufte Geschäft erwirtschaftete 2025 rund 220 Millionen Euro Umsatz. Die Transaktion soll sich laut Hanebeck „unmittelbar mit dem Abschluss positiv auf den Gewinn pro Aktie auswirken“.

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