Am Mittwoch (4. Februar) ist es soweit – Infineon legt die Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2025/26 (per Ende Dezember) vor. Die Erwartungen sind gedämpft: Vorstandschef Jochen Hanebeck dürfte über einen verhaltenen Jahresauftakt berichten. Analysten gehen davon aus, dass das erste Quartal das schwächste des gesamten Fiskaljahres werden könnte.
Die Aktie zeigt sich am Montag volatil. Nach anfänglichen Verlusten erholte sich das Papier auf XETRA und schloss letztlich 0,65 Prozent im Plus bei 41,88 Euro. Dabei profitierte der Titel von einer positiven Studie der US-Bank Morgan Stanley.
Analyst sieht Kurspotenzial bis 54 Euro
Die Morgan Stanley-Analysten hoben ihr Kursziel deutlich von 45 auf 54 Euro an und bestätigten ihre „Overweight“-Einstufung. Ihre Begründung: Der Bau und Ausbau von Rechenzentren sei ein struktureller Wachstumsmotor für den Chip-Hersteller. Diese positive Einschätzung stützte die Aktie, während andere europäische Halbleiterwerte wie ASML, STMicroelectronics und BE Semiconductor Industries jeweils mehr als zwei Prozent nachgaben.
Branche unter Druck durch Fed-Personalentscheidung
Doch was löste die Turbulenzen im Halbleitersektor aus? US-Präsident Donald Trump nominierte Kevin Warsh als neuen Chef der US-Notenbank Fed. Warsh gilt als sogenannter Falke, der eher zu einem restriktiveren Zinspfad tendiert, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Zinssenkungsfantasien erhielten dadurch einen kräftigen Dämpfer.
Die Folgen waren weltweit spürbar. In Südkorea rutschten Samsung um 6,29 Prozent auf 150.400 KRW ab und SK hynix sogar um 8,69 Prozent auf 830.000 KRW. An der technologielastigen Nasdaq fielen Intel, Micron Technology, Applied Materials und AMD am Freitag zwischen vier und sechs Prozent.
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Rally-Ermüdung nach starkem Jahresauftakt?
Besonders deutlich gerieten Aktien von Technologieunternehmen mit KI-Bezug unter Druck. Deren Investitionen sind besonders hoch, wodurch sie reichlich günstiges Geld benötigen. Nun werden Liquiditätssorgen geschürt. Gleichzeitig gibt es Anzeichen einer Rally-Ermüdung: Infineon ist seit Jahresanfang bereits um mehr als 10 Prozent gestiegen, BE Semiconductors um fast 21 Prozent und ASML sogar um fast 30 Prozent.
Experten von BCA Research warnen: „Die Erwartungen hinsichtlich der Gewinne der Technologieunternehmen, der Halbleiter-Nachfrage und der Errichtung von Rechenzentren in den USA sind explizit an die Skalierungsgesetze der KI gekoppelt. Diese Skalierungsgesetze dürften kurzfristig weiterhin gelten, doch die Annahme einer ununterbrochenen Verbesserung gerät zunehmend ins Wanken.“
Morgen werden die Quartalszahlen zeigen, ob Infineon den hohen Erwartungen gerecht werden kann.
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