Infineon Aktie: Nancy Grace Roman startet mit HiRel-Chips

Infineon liefert robuste Leistungshalbleiter für die NASA-Mission, baut Energietechnik aus und bleibt laut DZ Bank trotz Kursminus kaufenswert.

Dieter Jaworski ·
Hochmoderne Mikrochip-Technologie vor einem abstrakten Hintergrund, der Raumfahrt und Halbleiter-Innovation symbolisiert. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • NASA-Teleskop nutzt Infineon-Komponenten
  • Fox ESS erhält Siliziumkarbid-Technologie
  • Norwegischer Staatsfonds verringert Beteiligung
  • DZ Bank bestätigt Kaufempfehlung

Infineon meldete heute den erfolgreichen Start des Nancy Grace Roman Space Telescope der NASA. An Bord des Observatoriums arbeiten strahlungsgehärtete HiRel-Power-Bauteile des Münchner Halbleiterkonzerns. Die Technologie versorgt zentrale Systeme des Teleskops mit Energie, das unter Extrembedingungen im All zuverlässig funktionieren muss.

Für Infineon ist der Auftrag ein Beleg dafür, dass das Unternehmen jenseits des margenschwächeren Massengeschäfts mit Autochips und Industrieelektronik auch in Nischen mit hohen Anforderungen an Zuverlässigkeit reüssiert. Raumfahrtprojekte verlangen Bauteile, die Strahlung und Temperaturschwankungen über Jahre hinweg aushalten – ein Bereich, in dem wenige Zulieferer weltweit mithalten können.

Weitere Geschäftsimpulse abseits der Nachricht des Tages

Vor rund einer Woche lieferte Infineon zudem Siliziumkarbid-Technologie an den Anbieter Fox ESS, um die Effizienz von Wohn-Energiespeichersystemen zu steigern. Solche Projekte zeigen, dass der Konzern sein Geschäft mit Leistungshalbleitern für die Energiewende parallel zum Automobilsegment ausbaut.

Auf der Kapitalseite gab es zuletzt eine gegenläufige Meldung: Der norwegische Staatsfonds reduzierte seine Beteiligung an Infineon geringfügig, wie aus einer Stimmrechtsmeldung hervorging. Ein Auslöser für größere Sorgen ist das allein nicht, dokumentiert aber, dass institutionelle Anleger ihre Positionen nach dem starken Kurslauf der vergangenen Monate feinjustieren.

Analysten bleiben trotz Kursrücksetzer positiv gestimmt

Die DZ Bank bestätigte am Donnerstag vergangener Woche ihre Einstufung „Kaufen“ für Infineon und sieht einen fairen Wert von 77 Euro. Die Analysten begründeten ihre Position mit der strukturellen Wachstumsstory des Konzerns, die durch einzelne Kursschwankungen nicht infrage gestellt werde.

Am Markt bleibt die Stimmung dennoch angespannt. Die Aktie notiert aktuell bei 55,02 Euro und verlor damit heute rund 2,0 Prozent. Zum fairen Wert der DZ Bank besteht damit weiterhin deutlicher Abstand nach oben. Der Titel liegt zudem rund 16 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt, was die anhaltende Schwächephase seit den Quartalszahlen und der Fab-Eröffnung unterstreicht.

Für Anleger ergibt sich damit ein zweigeteiltes Bild: Operativ liefert Infineon mit dem NASA-Projekt, der Fox-ESS-Kooperation und der zuvor angekündigten C2i-Übernahme weiter Substanz für die These vom Ausbau margenstarker Nischen. Die Kursentwicklung der vergangenen Wochen spiegelt das bislang jedoch kaum wider – ein Auseinanderfallen von Nachrichtenlage und Kursverlauf, das die DZ Bank als Kaufgelegenheit interpretiert.

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Infineon Aktie

51,74 EUR

– 1,35 EUR -2,54 %
KGV 65,42
KUV 4,91
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,67 %
Marktkapitalisierung 68,09 Mrd. EUR
Ø Kursziel 86,74 EUR
ISIN: DE0006231004 WKN: 623100

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