Ingram Micro Aktie: Analysten drehen auf

BofA und Jefferies heben Kursziele für Ingram Micro an. Der IT-Distributor überzeugt mit zweistelligem Umsatzplus und KI-Wachstum.

Felix Baarz ·
Ingram Micro Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Kursziele auf 32 und 36 Dollar angehoben
  • Umsatzplus von 13,7 Prozent im ersten Quartal
  • KI-Infrastruktur treibt Advanced Solutions an
  • PC-Erneuerungszyklus sorgt für zusätzliche Nachfrage

Das erste Quartal 2026 war für Ingram Micro ein klarer Erfolg — und die Investmentbanken ziehen ihre Konsequenzen. BofA Securities hob das Kursziel von 27 auf 32 Dollar an, Jefferies legte sogar auf 36 Dollar nach. Beide Häuser behalten ihre Kaufempfehlung. Das Signal dahinter ist eindeutig: Der IT-Distributor läuft besser als erwartet.

Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 13,7 Prozent auf 13,96 Milliarden Dollar. Alle vier Regionen wuchsen zweistellig. Der bereinigte Gewinn je Aktie kam mit 0,75 Dollar am oberen Ende der eigenen Prognose heraus — ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einzig der Vergleich mit der Konsenserwartung von 0,77 Dollar hinterlässt einen kleinen Schönheitsfehler, der angesichts der restlichen Zahlen kaum ins Gewicht fällt.

Rückenwind aus dem KI-Geschäft

Besonders auffällig: das Segment Advanced Solutions, das von großen GPU- und KI-Infrastrukturprojekten profitierte. Diese Deals kommen zwar mit niedrigen Bruttomargen, sind aber kostengünstig in der Abwicklung und binden kaum Kapital. Cloud wuchs währungsbereinigt um 25 Prozent — bereinigt um den Verkauf der CloudBlue-Einheit sogar um 34 Prozent.

Einen weiteren Antrieb liefert der laufende PC-Erneuerungszyklus. Notebooks und Desktops legten im mittleren bis hohen Zehnerprozentbereich zu, getrieben durch steigende Nachfrage nach KI-fähigen Geräten. Gleichzeitig sorgen Engpässe bei Speicherchips für steigende Durchschnittspreise — teils deutlich zweistellig — was den Umsatz im ersten Quartal schätzungsweise um 2 bis 3 Prozentpunkte zusätzlich hob.

Zweites Quartal: Wachstum mit Gegenwind

Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 13,6 und 14,0 Milliarden Dollar — ein Plus von rund 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der selbst bereits ein starkes Quartal war. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll zwischen 0,68 und 0,78 Dollar liegen, was einem Jahresvergleich von 11 bis 28 Prozent entspricht.

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Eingepreist ist dabei ein kleiner Belastungsfaktor: Das Nahostgeschäft — profitabel, aber überschaubar — könnte wegen der geopolitischen Lage 0,01 bis 0,03 Dollar je Aktie kosten. Auch die Speicherengpässe dürften mit ähnlicher Wirkung wie in Q1 anhalten.

Jefferies hebt besonders die eigene Plattform Xvantage hervor, die zunehmend als Wettbewerbsvorteil wirkt. Im ersten Quartal allein verarbeitete das KI-gestützte System rund 230.000 Bestellungen aus E-Mails — ein Anstieg von 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr — und ermöglichte damit über eine Milliarde Dollar Umsatz nahezu ohne manuellen Aufwand. Auf die 21 von 57 aktiv genutzten Länder entfällt bereits ein wachsender Teil der Gesamttransaktionen, und der Rollout läuft weiter.

Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 74 Prozent zugelegt. Mit dem neuen Kursziel von Jefferies bei 36 Dollar bleibt nach aktuellem Stand noch Luft nach oben.

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Ingram Micro Aktie

27,75 USD

– 3,02 USD -9,81 %
KGV 21,80
Sektor Technologie
Div.-Rendite 1,04 %
Marktkapitalisierung 7,02 Mrd. USD
ISIN: US4571521065 WKN: A40QY5

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