InnoCan Pharma Aktie: Hilft der Webshop?
Der neue Webshop ergänzt Amazons Vertriebskanal und soll InnoCans Präsenz im US-Feiertagsgeschäft erweitern.
Kurz zusammengefasst
- VALITIC-Produkte direkt online erhältlich
- Amazon bleibt wichtiger Vertriebspartner
- US-Kampagne zur Feiertagssaison vorbereitet
- Aktie seit Jahresbeginn 71 Prozent niedriger
InnoCan Pharma baut die Vertriebsstruktur für seine Hautpflegelinie VALITIC aus. Gestern teilte das Unternehmen mit, dass die Produkte ab sofort über eine markeneigene Internetseite direkt für Endverbraucher erhältlich sind. Damit ergänzt der Konzern den bisherigen Verkauf über den Online-Marktplatz Amazon um einen zweiten, eigenständigen Absatzkanal.
An den Finanzmärkten sorgte die Vertriebsankündigung gestern für keine Belebung: Das Papier von InnoCan Pharma verzeichnete gestern einen Kursrückgang um 3,2 Prozent und schloss bei 1,20 Euro. Marktseitig gab es keine Berichte oder Analystenkommentare, die diesen Kursverlust in einen direkten Zusammenhang mit der Unternehmensmeldung stellten.
Kampagne für das US-Feiertagsgeschäft
Der Ausbau des Direktvertriebs dient vor allem der Vorbereitung auf eine größere Kampagne für die anstehende Feiertagssaison in den Vereinigten Staaten. Durch den eigenen Online-Kanal will das Unternehmen die Kundenansprache im US-Markt verbreitern. Während Amazon als wichtiger Partner bestehen bleibt, soll der direkte Zugang zu den Konsumenten zusätzliche Erlöse ermöglichen.
Vor dem Start des Webshops setzte InnoCan Pharma auf mehrere Maßnahmen zur Steigerung der Markenbekanntheit. Am 1. Oktober griff das Medienportal BuzzFeed die Pflegelinie im Rahmen von Beiträgen über Hautpflegeprodukte auf.
Laut Unternehmensangaben sollte diese redaktionelle Beachtung die Dynamik der Konsumentenmarke im Vorfeld des Feiertagsgeschäfts stärken. Zudem präsentierte sich die Produktlinie vom 29. September bis zum 1. Oktober auf der Handelskonferenz Shoptalk Fall in Nashville.
Anhaltender Druck auf die Notierung
Die vertrieblichen Schritte spiegeln die Bemühungen wider, das Konsumentengeschäft nach einer schwierigen Phase an den Kapitalmärkten zu stärken. Weder operative Zwischenschritte noch strategische Anpassungen konnten den Abwärtsdruck auf den Titel in den vergangenen Wochen nachhaltig stoppen.
Vor rund einem Monat hatte InnoCan Pharma die Ergebnisse für das zweite Quartal vorgelegt; seither gab der Kurs um 18,2 Prozent nach. Auch eine Kapitalmaßnahme brachte keine Entlastung: Vor rund zwei Wochen schloss das Unternehmen die erste Tranche einer Privatplatzierung ab, woraufhin die Notierung weitere 10,8 Prozent einbüßte. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus der Aktie auf 71 Prozent.
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