Monatelange Vorbereitungen für den Sprung an die NYSE American sind plötzlich Geschichte. Das kanadisch-israelische Pharmaunternehmen zog gestern überraschend die Reißleine und stoppte den geplanten Börsengang in den USA. Anleger fragen sich nun: Warum dieser plötzliche Rückzug kurz vor der Ziellinie?
Kehrtwende per Behördenantrag
InnoCan Pharma reichte am 23. Februar 2026 einen formellen Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC ein, um die Registrierungserklärung (Form F-1) zurückzuziehen. Damit sind die Pläne für eine Notierung an der NYSE American vorerst vom Tisch.
In dem von CEO Iris Bincovich unterzeichneten Dokument heißt es lediglich, das Unternehmen habe beschlossen, das öffentliche Angebot nicht fortzusetzen. Der Rückzug sei „im Einklang mit dem öffentlichen Interesse und dem Schutz der Anleger“. Es wurden keine Wertpapiere auf Basis der ursprünglichen Registrierung verkauft. Das Unternehmen beantragte zudem, die bereits gezahlten Gebühren für eine mögliche zukünftige Verwendung gutzuschreiben.
Monatelange Vorarbeit zunichte gemacht
Der Schritt kommt unerwartet, da InnoCan bereits tiefgreifende Maßnahmen für das Listing ergriffen hatte. Bereits im August 2025 führte das Unternehmen eine Aktienzusammenlegung (Reverse Split) im Verhältnis 1 zu 65 durch, um die Mindestkursanforderungen der US-Börsen zu erfüllen.
Der Zeitplan schien eigentlich fixiert: Nach einer Ankündigung Anfang Januar wurde der Börsengang zunächst auf Ende Januar verschoben. Am 2. Februar 2026 erhielt das Unternehmen sogar die sogenannte „EFFECT“-Mitteilung der SEC, womit die Registrierung wirksam wurde. Dass das Management nur drei Wochen nach diesem grünen Licht der Behörden den gesamten Prozess abbricht, wirft Fragen auf.
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Keine konkrete Begründung
Abseits der standardisierten Formulierungen im SEC-Antrag lieferte InnoCan bisher keine detaillierten Gründe für den Stopp. Eine separate Pressemitteilung, die die strategischen Hintergründe erläutert oder alternative Pläne für den Zugang zum US-Kapitalmarkt aufzeigt, steht noch aus.
Operativ gab es zuletzt durchaus Fortschritte: Am 9. Februar veröffentlichte das Unternehmen eine Peer-Review-Studie in Frontiers in Veterinary Science. Diese bestätigte die schmerzlindernde Wirkung der LPT-CBD-Plattform bei Hunden im Vergleich zu einem Placebo – ein wichtiger Nachweis für die Technologieplattform des Konzerns.
Die Absage betrifft nicht die bestehenden Notierungen. Die Aktien von InnoCan Pharma werden weiterhin an der Canadian Securities Exchange (CSE) unter dem Kürzel „INNO“ sowie an der Börse Frankfurt gehandelt. Für Investoren bleibt nun entscheidend, wie das Management den Kapitalbedarf ohne den geplanten US-Börsengang decken will und ob das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen wird.
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