Innodata Aktie: Wedbush hebt Ziel auf 100 Dollar

Wedbush erhöht Kursziel für Innodata auf 100 Dollar. Starke Quartalszahlen und ein neuer Großauftrag treiben die Aktie, trotz umfangreicher Aktienverkäufe durch das Management.

Felix Baarz ·

Kurz zusammengefasst

  • Kursziel auf 100 Dollar angehoben
  • Umsatz übertrifft Analystenerwartungen deutlich
  • CEO verkauft Aktien im Wert von 22,8 Millionen Dollar
  • Neuer Hyperscaler-Auftrag über 51 Millionen Dollar

Starke Zahlen, ein höheres Kursziel und massive Aktienverkäufe aus dem Management: Bei Innodata prallen zwei Signale aufeinander. Der Markt entschied sich am Freitag klar für die Wachstumsstory. Hinter dem Sprung steckt die Frage, wie viel KI-Geschäft der Datenspezialist dauerhaft binden kann.

Wedbush liefert den Kurstreiber

Die Aktie legte am Freitag um 6,6 Prozent zu und schloss bei 96,10 Dollar. Am Vortag hatte sie noch bei 90,15 Dollar notiert. Auslöser war eine deutlich positivere Einschätzung von Wedbush.

Die Analysten hoben ihr Kursziel auf 100 Dollar von zuvor 80 Dollar an. Das Rating bleibt bei „Outperform“, weil Innodata im Geschäft mit künstlicher Intelligenz mehr Zugkraft gewinnt.

Der Handel blieb lebhaft. Rund 1,4 Millionen Aktien wechselten den Besitzer. Im Tageshoch erreichte der Kurs knapp 96,70 Dollar.

Quartalszahlen stützen die Story

Die operative Seite passt zum Kurstreiber. Im ersten Quartal meldete Innodata einen Umsatz von 90,1 Millionen Dollar. Analysten hatten nur mit etwa 72,1 Millionen Dollar gerechnet. Der Gewinn je Aktie erreichte 0,42 Dollar und lag damit fast doppelt so hoch wie im Vorjahr.

Nach den Zahlen hob das Management die Prognose für das laufende Geschäftsjahr an. Der Umsatz soll nun um mindestens 40 Prozent wachsen statt um 35 Prozent. Rückenwind liefert ein neuer Auftrag über 51 Millionen Dollar von einem großen Hyperscaler.

Dieser Kunde soll bereits in diesem Jahr zu den größten Abnehmern des Unternehmens zählen. Genau hier liegt der Kern der Bewertung: Der Markt preist Innodata zunehmend als Spezialisten für Trainingsdaten großer Sprachmodelle.

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Insiderverkäufe bremsen nicht

Der Gegenpol zur Wachstumsstory kam aus dem Führungskreis. CEO Jack Abuhoff übte zwischen dem 12. und 14. Mai Optionen aus und verkaufte danach 243.150 Aktien. Das ist groß genug, um Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Der Verkaufswert lag bei rund 22,8 Millionen Dollar. Die Transaktionen liefen zu Kursen zwischen 90,20 und 97,66 Dollar. Pflichtmeldungen ordneten die Schritte als Teil langfristiger Finanzplanung ein.

Auch andere Manager und Board-Mitglieder meldeten Verkäufe. Der Kurs hielt den Druck aber aus. Die neue Wedbush-Marke und das starke Quartal wogen am Freitag schwerer als die Sorge vor weiterem Angebot.

Die Aktie hat im Mai extreme Schwankungen gezeigt und sich nach den Zahlen zeitweise nahezu verdoppelt. Mit einem Börsenwert im Milliardenbereich ist die einst kleinere KI-Datenstory im Markt sichtbar größer geworden. Die schnellen Gewinne machen die Bewertung anfällig.

Technisch bleibt die Zone um 90 Dollar wichtig. Nach oben dient das frühere Jahreshoch von 114,77 Dollar als klare Referenz. Die Bewertung liegt bei mehr als dem 80-Fachen des zurückliegenden Gewinns.

Damit braucht Innodata mehr als ein starkes Quartal. Der neue Hyperscaler-Auftrag muss in verlässliche Umsätze übergehen, sonst bleibt die Kursrally stark vom Vertrauen in das KI-Wachstum getragen.

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Innodata Aktie

82,70 EUR

+ 1,70 EUR +2,10 %
KGV 80,49
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,00 %
Marktkapitalisierung 2,94 Mrd. EUR
ISIN: US4576422053 WKN: 907651

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