Intel Aktie: 18A-Debüt mit Schattenseiten
Intels neuer 18A-Fertigungsknoten ist marktreif, drückt jedoch die Margen. Während institutionelle Investoren zukaufen, bleiben Analysten zurückhaltend.

Kurz zusammengefasst
- Erste Serienlieferungen der Core Ultra Series 3
- Bruttomarge für Q1 2026 unter Druck
- Nordea baut große Aktienposition auf
- Preiserhöhungen im gesamten CPU-Portfolio
Intel hat einen lange erwarteten Schritt vollzogen: Die ersten Serienlieferungen der Core Ultra Series 3 Enterprise-Prozessoren sind angelaufen — gebaut auf dem neuen 18A-Fertigungsknoten, der für Intels Anspruch auf technische Führerschaft im Halbleitermarkt zentral ist. Der Marktstart ist ein Meilenstein. Die Begleitumstände zeichnen jedoch ein gemischtes Bild.
Neue Chips, neue Sicherheitsarchitektur
Die Core Ultra Series 3 bringt nicht nur einen Fertigungssprung mit sich. Intel hat gleichzeitig die Zusammenarbeit mit CrowdStrike ausgebaut: Deren Falcon-Plattform wird direkt in die KI-PC-Architektur integriert und soll über dedizierte Neural Processing Units (NPUs) Bedrohungen in Echtzeit erkennen — inklusive spezifischer KI-Risiken wie manipulierte Modelle oder schädliche Eingaben. Die Sicherheitsverarbeitung findet dabei lokal auf dem Gerät statt, ohne Cloud-Umweg.
Parallel dazu hat Intel zweistellige Preiserhöhungen quer durch sein CPU-Portfolio durchgesetzt. Begründung: anhaltende Lieferengpässe bei gleichzeitig starker Nachfrage. Das Management erwartet, dass diese Maßnahme die Bruttomarge stützt.
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Marge unter Druck, Institutionelle kaufen
Genau diese Marge bleibt der kritische Punkt. Im vierten Quartal 2025 erzielte Intel eine Non-GAAP-Bruttomarge von 37,9 % — leicht über der eigenen Prognose. Für das erste Quartal 2026 rechnet das Unternehmen allerdings mit einem Rückgang auf 34,5 %, bedingt durch die Anlaufkosten der 18A-Produktion und einen saisonal ungünstigeren Produktmix. Das Foundry-Segment verbuchte im Vorquartal noch Verluste von 2,5 Milliarden Dollar; ob die steigenden 18A-Ausbeuten diese Lücke schließen können, beobachten Analysten genau — die Mehrheit hält derzeit an „Hold“- oder „Reduce“-Ratings fest.
Am Markt reagierten Anleger zunächst euphorisch auf die 18A-Meldung: Am Mittwoch legte die Aktie über 7 % zu, nur um am Donnerstag rund 6,5 % wieder abzugeben. Trotz dieser Volatilität baute Nordea Investment Management im Schlussquartal 2025 eine Position von rund 2,78 Millionen Aktien auf — ein Hinweis darauf, dass zumindest ein Teil der institutionellen Investoren die 18A-Transition langfristig positiv bewertet.
Technisch notiert die Aktie aktuell unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts, aber deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von rund 30 Euro. Der RSI von 31 signalisiert eine überverkaufte Zone — ob das als Einstiegssignal taugt, hängt davon ab, wie schnell sich die Margenbelastung durch den 18A-Hochlauf normalisiert.
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