Intel Aktie: 7,5 Prozent Minus auf 104,48 Euro
Intel-Aktie fällt um 7,5 Prozent, doch Analysten sehen Chancen durch neue Chip-Verpackung und Mobileye-Übernahme.

Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs fällt um 7,5 Prozent
- Fortschritte bei Chip-Verpackungstechnologie
- Mobileye übernimmt Mentee Robotics
- Analysten uneins über Kursentwicklung
Intel hat einen durchwachsenen Start in die Handelswoche hingelegt. Die Aktie des Chipriesen verliert am Montag 7,5 Prozent auf 104,48 Euro. Damit setzt sich der Abwärtstrend der vergangenen Woche fort — seit Freitag vor einer Woche summiert sich das Minus auf 15,4 Prozent.
Kein Grund zur Panik. Auf Jahressicht notiert Intel noch immer 211 Prozent im Plus. Und der Rücksetzer könnte eine technische Gegenbewegung sein: Der 14-Tage-RSI liegt mit 50,1 Punkten exakt auf der neutralen Linie.
Hoffnung im Chip-Geschäft
Interessant bleibt Intels Position bei der fortschrittlichen Chip-Verpackung. Eine Analyse der Mizuoh-Bank zeigt, dass Intels EMIB-T-Technologie einen Kosten-Vorteil gegenüber der CoWoS-L-Lösung von TSMC haben könnte. Gelingt dem Konzern eine Ausbeute von 99 Prozent, könnte Intel zwischen 10 und 15 Prozent dieses speziellen Marktsegments erobern.
Das wäre ein wichtiger Schritt für die Foundry-Pläne. Intel will Fertigungsaufträge für High-Performance-Chips gewinnen — etwa von Google und Apple.
Mobileye kauft ein
Parallel dazu treibt Intel die Expansion in neue Technologiefelder voran. Die Tochter Mobileye übernimmt Mentee Robotics für 900 Millionen Dollar. Das Ziel: Synergien zwischen autonomen Fahrzeugen und humanoider Robotik heben. Eine kommerzielle Einführung der Roboter-Lösungen ist in den kommenden Jahren geplant.
Intels Fertigungs-Netzwerk in den USA wächst ebenfalls. Werke in Oregon, Arizona, New Mexico und Ohio werden ausgebaut. Es geht um die Stärkung der heimischen Chip-Produktion — angetrieben von der KI-Nachfrage und dem Wunsch nach sicheren Lieferketten.
Die Analysten sind gespalten
Die Bank of America hat ihr Kursziel zuletzt angehoben. Grund: Hoffnungen auf wachsende Marktanteile bei Server-CPUs. Andere Häuser bleiben vorsichtig. Intel muss beweisen, dass der 18A-Prozess — derzeit in der Risiko-Produktion — die erwarteten kommerziellen Ergebnisse liefert. Ein komplexes Umfeld.
Die Quartalszahlen für das zweite Quartal 2026 werden im Juli erwartet. Analysten rechnen mit einem Gewinn von 0,19 Euro je Aktie bei 14,4 Milliarden Dollar Umsatz. Der Juli wird damit zum Test für die Intel-Erholung.
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