Intel zieht seine KI-Strategie breiter auf – und setzt dabei gleich an zwei Fronten an. Mit erweiterten Kooperationen mit Infosys und Ericsson will der Chipkonzern KI stärker in Unternehmensprozesse bringen und zugleich die Grundlagen für künftige 6G-Netze mitprägen. Dahinter steckt ein klares Ziel: Intel-Technologie soll dort sitzen, wo der KI-Bedarf entsteht.
Infosys: KI raus aus dem Pilotenmodus
Heute haben Intel und Infosys die nächste Phase ihrer Zusammenarbeit angekündigt. Im Kern geht es darum, dass Unternehmen ihre KI-Projekte nicht nur testen, sondern in den produktiven Betrieb überführen – also skalieren, absichern und wirtschaftlich betreiben.
Dafür wird Intels Hardware (Xeon-Prozessoren und Gaudi-KI-Beschleuniger) mit der „Infosys Topaz Fabric“ verzahnt, einer auf KI ausgerichteten Services-Suite. Der Ansatz: „passgenaue“ KI-Architekturen, die Leistung, Sicherheit und Kosten ausbalancieren sollen.
Im Fokus stehen Anwendungsfälle, die in vielen Konzernen schnell Wirkung entfalten können: IT-Operations, höhere Produktivität in der Softwareentwicklung und Automatisierungs-Workflows über verschiedene Branchen hinweg. Infosys-CEO Salil Parekh betont dabei vor allem den Anspruch, KI sicher und kosteneffizient in Kernprozesse einzubetten.
Ericsson: KI wird Teil des 6G-Fundaments
Bereits gestern, auf dem Mobile World Congress in Barcelona, hatten Intel und Ericsson eine Ausweitung ihrer Partnerschaft bekanntgegeben. Ziel ist es, den Übergang zu kommerziellen, „AI-native“ 6G-Netzen zu beschleunigen – also Netzen, in denen KI nicht nur ein Zusatz ist, sondern von Anfang an mitgedacht wird.
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Konkret geht es um Rechenleistung, Konnektivität und Cloud-Technologien für die nächste Mobilfunkgeneration. Die Partner wollen leistungsfähige und energieeffiziente Architekturen entwickeln – sowohl für „AI for networks“ (KI optimiert den Netzbetrieb) als auch für „networks for AI“ (das Netz als Infrastruktur für KI-Anwendungen). Genannt werden unter anderem KI-getriebene Radio Access Networks (RAN), Packet Core und Edge Computing. Für Netzbetreiber soll der spätere Umstieg auf 6G dadurch offener, effizienter und günstiger werden.
Warum das für Intel wichtig ist
Beide Kooperationen zahlen auf denselben strategischen Punkt ein: Intel versucht, sich im wachsenden KI-Ökosystem möglichst tief zu verankern – vom Enterprise-Einsatz bis zur Kommunikationsinfrastruktur von morgen. Die Zusammenarbeit mit Infosys adressiert die kurzfristige Nachfrage vieler Firmen nach skalierbaren KI-Lösungen. Die Ericsson-Partnerschaft positioniert Intel dagegen in einem langfristigen Technologiewechsel, bei dem KI als „native“ Komponente von 6G erwartet wird.
An der Börse stand die Aktie heute dennoch unter Druck und verlor 3,01% auf 37,74 Euro. Inhaltlich liefern die neuen Partnerschaften vor allem eines: Intel will KI-Nachfrage nicht nur bedienen, sondern an zentralen Stellen mitgestalten – einmal in den Rechenzentren der Unternehmen, und einmal in den Netzen, die künftige KI-Anwendungen tragen sollen.
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