Die Aufholjagd des Chip-Riesen Intel erhielt zum Wochenausklang einen empfindlichen Dämpfer. Nachdem Gerüchte über künftige Großaufträge den Kurs zunächst beflügelt hatten, sorgte eine Entscheidung von Nvidia für Ernüchterung bei den Anlegern. Der Grafikchip-Spezialist wird den aktuellen 18A-Fertigungsprozess nach ersten Tests vorerst nicht nutzen, was Zweifel an der kurzfristigen Umsetzung der Foundry-Strategie weckt.
Rückschlag im Foundry-Geschäft
Die Woche glich für Intel-Aktionäre einem Wechselbad der Gefühle. Zur Wochenmitte sorgten Berichte für Euphorie, wonach Nvidia und Apple in fortgeschrittenen Gesprächen für die Nutzung des zukünftigen 14A-Knotens (geplant für 2028) seien. Diese Hoffnung wurde am Freitag jedoch durch die aktuelle Realität eingeholt: Dass Nvidia den derzeitigen 18A-Prozess ablehnt, erschwert Intels Ziel, kurzfristig Marktanteile vom Platzhirschen TSMC zu gewinnen. Trotz der Absage des externen Kunden bestätigte Intel, dass die eigene Produktion auf dem 18A-Knoten für die „Panther Lake“-Prozessoren erfolgreich angelaufen ist.
Licht und Schatten in der Bilanz
Neben den technologischen Entwicklungen verarbeiten Investoren die jüngsten Quartalszahlen. Das vierte Quartal 2025 verlief besser als erwartet: Mit einem Umsatz von 13,67 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn pro Aktie von 0,15 US-Dollar übertraf der Konzern die Prognosen der Wall Street.
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Der Ausblick auf das erste Quartal 2026 fiel hingegen konservativ aus. Das Management rechnet mit einem ausgeglichenen Ergebnis (0,00 US-Dollar je Aktie) und verwies auf anhaltende Lieferengpässe. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 47,31 USD, was einem Tagesverlust von 1,74 % entspricht.
Analysten uneinig, Insider kauft
Die Bewertung der Aktie spaltet die Expertenlager. Während Tigress Financial aufgrund des KI-Booms im Rechenzentrumsbereich das Kursziel auf 66 US-Dollar anhob, behält die DZ Bank ihre Verkaufsempfehlung bei, auch wenn sie den fairen Wert auf 36 US-Dollar nach oben korrigierte. Ein Vertrauensbeweis kam aus den eigenen Reihen: Executive Vice President David Zinsner nutzte das Kursniveau für einen Aktienkauf. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird nun sein, ob sich die vom Management angekündigte Entspannung der Lieferketten im zweiten Quartal wie geplant realisiert.
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