Intel Aktie: Das spektakuläre Comeback

Der Chip-Hersteller überrascht mit stark nachgefragten Server-Kapazitäten und Fortschritten in der Fertigung, was Analysten zu Hochstufungen veranlasst. Die nachhaltige Wende wird jedoch noch geprüft.

Kurz zusammengefasst:
  • Analysten heben Kursziele und streichen Verkaufsempfehlungen
  • Server-CPU-Kapazitäten für 2026 bereits ausverkauft
  • Fortschritte bei der eigenen 18A-Fertigungstechnologie
  • Quartalszahlen am 22. Januar als nächster Prüfstein

Nach einem brutalen Absturz in den vergangenen Jahren meldet sich der US-Chip-Riese eindrucksvoll zurück. Intel hat seine Lethargie abgeschüttelt und überrascht die Wall Street plötzlich mit ausverkauften Server-Kapazitäten und entscheidenden Fortschritten im Fertigungsgeschäft. Was lange als Sorgenkind der Branche galt, wird nun von Analysten neu bewertet – doch ist die fundamentale Wende wirklich nachhaltig?

Analysten kapitulieren vor der Rallye

Die Stimmung an der Wall Street hat sich radikal gewandelt. Nachdem die Aktie im Jahr 2024 noch massiv unter Druck stand, sorgen nun Hochstufungen für neuen Schub. KeyBanc-Analyst John Vinh sieht das Kursziel mittlerweile bei 60 US-Dollar und verweist auf eine solide Nachfrage sowie greifbare Fortschritte in der Technologie. Selbst bisherige Skeptiker geben ihre Zurückhaltung auf: Die Citigroup strich ihre langjährige Verkaufsempfehlung. Der Grund: Engpässe beim Platzhirschen TSMC könnten Intel eine einzigartige Chance eröffnen, als alternativer Fertiger (Foundry) Kunden zu gewinnen.

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Hoffnungsträger Foundry und Server

Im Zentrum des Optimismus steht die strategische Neuausrichtung. Die Produktionsausbeute der wichtigen „18A“-Technologie liegt Berichten zufolge bereits bei rund 60 Prozent. Marktbeobachter trauen Intel mittlerweile zu, sich glaubwürdig als Nummer zwei der Auftragsfertiger hinter Samsung und TSMC zu etablieren. Gerüchte über eine mögliche Partnerschaft mit Apple und politische Unterstützung durch die „America First“-Agenda der US-Regierung stützen diese Fantasie.

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Gleichzeitig zeigt das Kerngeschäft unerwartete Stärke. Informationen zufolge sind Intels Kapazitäten für Server-CPUs für das Jahr 2026 praktisch ausverkauft. Dies deutet darauf hin, dass Rechenzentrumsbetreiber neben reinen KI-Chips weiterhin massiven Bedarf an klassischen Prozessoren haben.

Risiken bleiben bestehen

Trotz der Kursexplosion von über 140 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht ist die operative Aufholjagd kein Selbstläufer. Experten warnen weiterhin vor Marktanteilsverlusten an den Rivalen AMD sowie an Anbieter von ARM-basierten Chips. Zudem enttäuschte zuletzt die Gaming-Leistung der neuen Desktop-Prozessoren („Arrow Lake“), was zeigt, dass Intel technisch noch nicht in allen Bereichen wieder die Führung übernommen hat.

Die Stunde der Wahrheit schlägt am 22. Januar, wenn der Konzern seine Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegt. Nach dem jüngsten Lauf auf ein neues 52-Wochen-Hoch werden Anleger genau prüfen, ob die Zahlen den Optimismus rechtfertigen und ob der prognostizierte Gewinn von 0,34 US-Dollar pro Aktie für das Gesamtjahr 2025 erreicht wurde.

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