Intel steckt in einem Dilemma. Während der Chipkonzern massiv in künstliche Intelligenz investiert und neue Sicherheitstechnologien vorantreibt, kämpft das Unternehmen mit erheblichen Lieferproblemen in China. Die Folge: Kunden müssen bis zu sechs Monate auf Server-Prozessoren warten.
Millioneninvestment in KI-Startup
Am 10. Februar wurde bekannt, dass Intel mindestens 100 Millionen US-Dollar in SambaNova Systems investiert hat. Das Startup entwickelt spezialisierte KI-Chips und soll Intel helfen, im Wettlauf um generative KI-Anwendungen Boden gutzumachen. Parallel dazu schloss Intel eine gemeinsame Sicherheitsprüfung mit Google ab. Die Intel Trust Domain Extensions (TDX) sollen virtuelle Maschinen künftig besser vom Hardware-Manager isolieren – eine kritische Funktion für sichere Cloud-Rechenzentren im KI-Bereich.
China-Geschäft unter Druck
Die strategischen Fortschritte werden jedoch von akuten Lieferschwierigkeiten überschattet. Intel warnte Kunden in China vor massiven Verzögerungen bei Xeon-Prozessoren. Die Wartezeiten haben sich auf bis zu sechs Monate ausgedehnt – eine direkte Folge der explodierenden Nachfrage nach KI-fähiger Infrastruktur, die Fertigungskapazitäten bindet. Die Preise für bestimmte Server-CPUs im chinesischen Markt stiegen bereits um über 10 Prozent.
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Für Intel ist das eine zweischneidige Entwicklung: Einerseits steigt die Preissetzungsmacht, andererseits gefährdet die Unfähigkeit, Volumen zu liefern, kurzfristige Umsätze in einer Region, die einen erheblichen Anteil am Gesamtgeschäft ausmacht.
CEO warnt vor langjähriger Speicher-Knappheit
Erschwerend kommt hinzu, dass Intel-CEO Lip-Bu Tan auf Branchenveranstaltungen vor einer langanhaltenden Speicher-Knappheit warnte. Der Mangel an Hochgeschwindigkeitsspeicher sei die „größte Herausforderung“ für die Computer-Industrie und könne bis 2028 andauern. Die rasante Zunahme von KI-Workloads verbrauche High-Bandwidth-Memory in einem nie dagewesenen Tempo und drohe die Einführung breiterer Recheninfrastruktur zu bremsen.
Die Analystengemeinschaft bleibt gespalten. Kursziele reichen von pessimistischen 25 US-Dollar bis zu optimistischeren 47 US-Dollar. Der Turnaround des Konzerns hängt davon ab, wie schnell Intel seine Produktions- und Kapazitätsprobleme in den Griff bekommt – während gleichzeitig die KI-Konkurrenz nicht schläft.
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