Intel Aktie: Hoffnung Foundry

Intel verzeichnet frühe Gespräche mit potenziellen Schlüsselkunden für seine Auftragsfertigung, während kurzfristige Lieferengpässe das Quartalsergebnis belasten.

Kurz zusammengefasst:
  • Frühe Foundry-Gespräche mit Apple und Nvidia
  • Solides Q4-Ergebnis übertrifft Erwartungen
  • EPS-Ausblick für Q1 2026 nahe Null
  • Aktienkurs notiert über 200-Tage-Durchschnitt

Intel bekommt gerade Rückenwind aus einer Ecke, die für die gesamte Strategie entscheidend ist: dem Foundry-Geschäft. Neue Branchenberichte deuten auf erste Gespräche mit Schwergewichten wie Apple und Nvidia hin. Für Anleger zählt dabei vor allem eines: Könnten daraus langfristig echte Aufträge werden?

Gespräche mit Apple und Nvidia – und warum das wichtig ist

Laut Branchenberichten vom 1. Februar soll Intel in frühen Gesprächen mit Apple und Nvidia über künftige Fertigungskapazitäten sein. Im Fokus stehen demnach spätere Prozessgenerationen mit einem Zeithorizont bis 2028.

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Das ist vor allem deshalb relevant, weil Intel mit „IDM 2.0“ nicht nur eigene Chips bauen will, sondern als Auftragsfertiger stärker in direkte Konkurrenz zu TSMC treten möchte. Gespräche mit potenziellen „Ankerkunden“ würden diese Erzählung stützen – auch wenn es sich laut Bericht ausdrücklich um eine frühe Phase handelt.

Gleichzeitig liefert das Gerücht eine Gegenstory zu den Sorgen aus dem Spätjahr 2025: Reuters hatte am 24. Dezember 2025 berichtet, Nvidia habe einen konkreten Test des 18A-Knotens gestoppt. Dass nun über spätere Nodes (potenziell auch 14A) gesprochen wird, kann darauf hindeuten, dass große Chipdesigner Intels Roadmap weiter auf dem Radar haben – nicht zuletzt, um Lieferketten breiter aufzustellen.

Quartalszahlen: Solides Q4, schwieriger Start 2026

Die jüngste Gemengelage ist auch durch die Zahlen vom 22. Januar geprägt. Im vierten Quartal 2025 lieferte Intel operativ besser ab als erwartet, doch der Blick nach vorn bremste:

  • Umsatz Q4 2025: 13,7 Mrd. USD (Erwartung ca. 13,4 Mrd. USD)
  • EPS Q4 2025: 0,15 USD (Konsens 0,08 USD)
  • Ausblick Q1 2026: nahe Null beim EPS – laut Management wegen massiver Lieferengpässe, nicht wegen fehlender Nachfrage

Der entscheidende Punkt: Intel spricht von einem Engpass, der aus dem Hochfahren von Advanced Packaging und neuen Prozessknoten entsteht. Das ist für den Markt schwer zu verdauen, weil es kurzfristig die Zahlen drückt – selbst wenn die Nachfrage nicht das Problem ist.

CEO-Fokus und die ungewöhnlich nervöse Kursdynamik

CEO Lip-Bu Tan (seit März 2025) setzt laut Management klar auf Umsetzung und auf die Roadmaps 18A und 14A. Gleichzeitig wurde eingeräumt, dass das „Supply-Tief“ in Q1 2026 liegen soll – mit Besserungserwartung für die zweite Jahreshälfte.

Genau dieser Spagat aus schwacher kurzfristiger Guidance und großer Langfrist-Story sorgt für unruhigen Handel. Trotz der mahnenden Q1-Prognose hatte die Aktie zuletzt deutlich zugelegt – aktuell notiert sie bei 45,45 USD und damit klar über dem 200-Tage-Durchschnitt von 28,09 USD.

Konkret dürfte der nächste Impuls weniger aus Kursmustern kommen, sondern aus Fakten: eine offizielle Bestätigung zu den Foundry-Gesprächen und Updates zur 18A-Ausbeute wären die naheliegenden Kurstreiber, weil sie direkt über Glaubwürdigkeit und Timing der Foundry-Ambitionen entscheiden.

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