Intel Aktie: Marktreaktion abwartend

Intel erhält beschleunigte 5,7 Milliarden Dollar aus dem CHIPS Act, doch die Aktie verliert trotzdem. Analysten bezweifeln, dass staatliche Hilfen die technologischen Rückstände wettmachen können.

Kurz zusammengefasst:
  • US-Regierung lockert Förderbedingungen für Intel
  • Aktienkurs fällt trotz beschleunigter Auszahlung
  • Analysten bestätigen neutrale Hold-Einstufung
  • Technologischer Rückstand zu TSMC bleibt Herausforderung

Der US-Chipriese Intel hat sich einen finanziellen Freibrief gesichert – doch die Märkte reagierten verhalten. Während das Unternehmen früher als geplant an 5,7 Milliarden Dollar aus dem CHIPS Act gelangt, deuten die fehlende Euphorie und der jüngste Kursrutsch auf tieferliegende Sorgen der Anleger hin. Steckt hinter der staatlichen Unterstützung mehr politische Symbolik als echte Wettbewerbsstärke?

Beschleunigte Milliarden ohne Auflagen

In einer bemerkenswerten Kurskorrektur hat das US-Handelsministerium die Förderbedingungen für Intel deutlich gelockert. Das Unternehmen erhält den Großteil der zugesagten 11,1 Milliarden Dollar nun ohne die ursprünglich vorgesehenen Meilenstein-Prüfungen – vorausgesetzt, es kann bereits getätigte Investitionen in Höhe von 7,9 Milliarden Dollar nachweisen. Diese flexiblere Auszahlung soll Intel mehr Spielraum bei der Umsetzung seiner ambitionierten Expansionspläne geben.

Doch die Finanzspritze hat ihren Preis: Die US-Regierung sicherte sich im Gegenzug eine 9,9-Prozent-Beteiligung an Intel und erhielt bereits 274,6 Millionen Aktien. Weitere 158,7 Millionen Anteile liegen treuhänderisch für das „Secure Enclave“-Programm bereit, mit dem die heimische Produktion fortschrittlicher Chips ausgebaut werden soll.

Markt reagiert mit Skepsis

Trotz der beschleunigten Zahlungen zeigten sich Anleger am Freitag wenig begeistert. Die Intel-Aktie verlor spürbar an Wert, nachdem klar wurde, dass die zunächst ausgezahlte Summe nur etwa die Hälfte der ursprünglich avisierten 11 Milliarden Dollar betrug. Offenbar überwogen die Bedenken, ob staatliches Geld allein die strukturellen Probleme des Konzerns lösen kann.

Analysten der Investmentbank TD Cowen brachten diese Skepsis auf den Punkt und bestätigten ihre „Hold“-Einstufung. Ihrer Einschätzung nach kann die staatliche Unterstützung zwar helfen, aber die eigentlichen Herausforderungen – technologische Rückstände und erbitterter Wettbewerb mit TSMC und Samsung – bleiben bestehen.

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Langer Weg zur Rückkehr an die Spitze

Intels ambitionierter Turnaround-Plan sieht Investitionen von 100 Milliarden Dollar vor, um bei der Produktion von 2nm- und 3nm-Chips wieder Anschluss zu finden. Die geplanten 18A-Produkte gelten als entscheidende Meilensteine auf diesem Weg.

Doch die Ausgangslage ist schwierig: Intel meldete 2024 den ersten Jahresverlust seit 1986. Finanzchef David Zinsner betont zwar den incentivierenden Charakter der staatlichen Beteiligung für den Erhalt der eigenen Foundry-Sparte. Doch ob die Milliardenhilfe ausreicht, um im Technologiewettrennen die Wende zu schaffen, bleibt die entscheidende Frage für Anleger.

Die Analystengemeinde zeigt sich gespalten und überwiegend neutral – ein klares Indiz dafür, dass die Bewährungsprobe für Intel erst noch bevorsteht.

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