Intel Aktie: Neustart mit Altera-Verkauf?

Der Halbleiterriese veräußert 51% seiner FPGA-Sparte an einen Finanzinvestor und behält strategische Minderheitsbeteiligung im Rahmen einer umfassenden Neupositionierung.

Dr. Robert Sasse ·
Intel Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Strategische Fokussierung auf Kerngeschäft
  • Bewertung bei 8,75 Milliarden Dollar
  • Neuer CEO für Altera ab Mai
  • Herausforderungen durch Margenentwicklung und Handelsstreit

Bei Intel tut sich was! Der Chip-Gigant hat angekündigt, die Mehrheit an seiner Tochter Altera an die Investmentfirma Silver Lake abzugeben. Konkret gehen 51 Prozent der Anteile an den Finanzinvestor. Dieser Schritt ist Teil einer größeren strategischen Neuausrichtung.

Altera wird zur Cash-Maschine?

Altera, spezialisiert auf programmierbare Halbleiterlösungen (FPGAs), wird durch den Deal als eigenständiges Unternehmen weitergeführt. Intel selbst behält einen Anteil von 49 Prozent und kann so potenziell von zukünftigem Wachstum profitieren. Was steckt dahinter? Offensichtlich will sich der Konzern stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren und die finanzielle Position aufbessern – dringend nötig bei einem zuletzt stark negativen freien Cashflow von über 15 Milliarden Dollar im letzten Zwölfmonatszeitraum.

Die Transaktion bewertet Altera mit beachtlichen 8,75 Milliarden Dollar und soll voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 abgeschlossen werden. Sobald der Verkauf über die Bühne gegangen ist, plant Intel, die Finanzergebnisse von Altera nicht mehr in der eigenen Konzernbilanz zu konsolidieren. Ab dem 5. Mai 2025 übernimmt mit Raghib Hussain zudem ein neuer Chef das Ruder bei Altera.

Kampf an vielen Fronten

Doch ist das genug, um das Ruder herumzureißen? Intel kämpft derzeit an mehreren Fronten. Zwar vermeldet das Unternehmen Fortschritte bei seiner wichtigen 18A-Node-Technologie und eine Zusammenarbeit mit Meta im Bereich künstlicher Intelligenz, bei der Intels Gaudi-3-Beschleuniger und Xeon-Prozessoren zum Einsatz kommen sollen.

Gleichzeitig drücken aber aggressive Preissenkungen bei den neuen Lunar Lake CPUs auf die Margenentwicklung in diesem Jahr. Hinzu kommen die geopolitischen Spannungen: Die jüngsten Zollentwicklungen zwischen den USA und China könnten Intel härter treffen als Konkurrenten wie AMD oder Qualcomm. Der Grund: Intel produziert stärker in den USA, während andere ihre Chips extern, etwa in Taiwan, fertigen lassen und so möglicherweise von Ausnahmeregelungen profitieren. Analysten von KeyBanc sehen die Aktie derzeit mit "Sector Weight".

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Intel Aktie

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KGV 0,00
Sektor Technologie
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Marktkapitalisierung 554,07 Mrd. EUR
ISIN: US4581401001 WKN: 855681

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