Intel Aktie: Nvidia-Deal im Gespräch

Intels Aktie erholt sich deutlich nach Berichten über eine mögliche Fertigungskooperation mit Nvidia. Finanzchef Zinsner bekräftigt das Vertrauen mit einem umfangreichen Aktienkauf.

Redaktion Stock-World ·
Intel Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Berichte über mögliche GPU-Fertigung für Nvidia
  • Finanzchef kauft Aktien im Wert von 250.000 Dollar
  • Aktie springt nach schwacher Quartalsprognose um 11 Prozent
  • Fortschritte bei der eigenen 18A-Chipfertigung

Intel hat am Mittwoch eine bemerkenswerte Kehrtwende vollzogen. Die Aktie sprang um über 11 Prozent nach oben, nachdem Berichte über eine mögliche Partnerschaft mit Nvidia die Runde machten. Zeitgleich signalisierte Finanzchef David Zinsner mit einem deutlichen Insiderkauf Vertrauen in die eigene Zukunft.

Nvidia evaluiert Intel-Produktion

Der Kurssprung wurde durch einen Bericht von DigiTimes ausgelöst. Demnach prüft Nvidia, ob Intel Foundry Services Teile der nächsten GPU-Generation „Feynman“ fertigen könnte. Konkret geht es um bis zu 25 Prozent der sekundären Komponenten wie I/O-Dies, die in Intels fortschrittlichen 18A- und 14A-Prozessen produziert werden sollen. Der Hauptchip würde weiterhin bei TSMC entstehen.

Die für 2028 geplanten Chips könnten zudem Intels EMIB-Packaging-Technologie nutzen – ein wichtiger Mosaikstein für die Auslastung der milliardenschweren Fertigungsanlagen. Intels Foundry-Sparte hatte im Geschäftsjahr 2025 einen Betriebsverlust von 10,3 Milliarden Dollar verbucht.

CFO kauft für 250.000 Dollar

Parallel zum Nvidia-Bericht wurde ein Insiderkauf bekannt. Finanzchef David Zinsner erwarb am 26. Januar 5.882 Aktien zu durchschnittlich 42,50 Dollar – Gesamtwert rund 250.000 Dollar. Die Transaktion erfolgte kurz nachdem die Aktie unter Druck geraten war, ausgelöst durch eine verhaltene Prognose für das erste Quartal 2026.

Schwacher Ausblick belastete zuvor

Die aktuelle Rally steht im Kontrast zur Volatilität der Vorwoche. Intel hatte im vierten Quartal 2025 zwar mit 13,67 Milliarden Dollar Umsatz und 0,15 Dollar bereinigtem Gewinn je Aktie die Erwartungen übertroffen. Doch die Prognose für Q1 2026 enttäuschte: Das Management rechnet mit 11,7 bis 12,7 Milliarden Dollar Erlös und einem Nettoverlust von etwa 600 Millionen Dollar. Als Gründe nannte Intel anhaltende Lieferengpässe und saisonale Effekte.

Operativ macht der Konzern Fortschritte. Die Massenproduktion im 18A-Prozess läuft seit Oktober 2025 in Arizona. Diese Technologie ist entscheidend für kommende Produkte wie die „Panther Lake“-CPUs und „Clearwater Forest“-Serverchips. Analysten von Bernstein Research bewerten die Aktie mit „Market-Perform“ und sehen Intel auf dem Weg, sich als Alternative zu TSMC im High-Performance-Computing-Markt zu etablieren.

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Intel Aktie

54,29 EUR

+ 0,71 EUR +1,33 %
KGV —
Sektor Technologie
Div.-Rendite —
Marktkapitalisierung 566,04 Mrd. USD
Ø Kursziel 117,14 USD
ISIN: US4581401001 WKN: 855681

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