Intel startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Die Aktie legte am ersten Handelstag 2026 über 5 Prozent zu und profitiert von Nvidias abgeschlossener 5-Milliarden-Dollar-Beteiligung. Doch während die strategische Partnerschaft Vertrauen signalisiert, steht die Bewährungsprobe für Intels Fertigungsgeschäft noch bevor.
Nvidia setzt auf Intel
Laut SEC-Unterlagen aus dem Dezember hat Nvidia über 214,7 Millionen Intel-Aktien zu je 23,28 Dollar erworben. Die Investition ist Teil einer umfassenderen Vereinbarung zur gemeinsamen Chip-Entwicklung für Rechenzentren und PCs. Für Intel, dessen Aktie 2025 nach schweren Verlusten um 86 Prozent zulegte, kommt das Signal zur rechten Zeit.
Die Kooperation mit dem KI-Chip-Marktführer verschafft Intel nicht nur frisches Kapital, sondern auch Glaubwürdigkeit. Nvidia hätte kaum Milliarden investiert, wenn es nicht an Intels Turnaround glauben würde.
Foundry-Geschäft bleibt Wackelkandidat
Weniger ermutigend sind Berichte, wonach Nvidia Intels fortschrittlichen 18A-Fertigungsprozess testete, die Weiterentwicklung aber stoppte. Das nährt Zweifel, ob Intel tatsächlich mit Taiwan Semiconductor Manufacturing mithalten kann – dem unangefochtenen Marktführer in der Chip-Produktion.
Intel betont zwar Fortschritte bei 18A und wachsendes Interesse an der kommenden 14A-Technologie. Die Fabrik in Arizona hat die Massenproduktion mit dem modernsten Prozess aufgenommen, eine Kapazitätserweiterung ist für 2026 geplant. Ob die Ausbeuten und Kosten wettbewerbsfähig sind, muss sich erst zeigen.
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Panther Lake als Lackmustest
Auf der CES 2026 (5. bis 9. Januar) will Intel seinen Panther-Lake-Prozessor vorstellen – die nächste Laptop-Chip-Generation, gefertigt im 18A-Verfahren. Der Launch ist entscheidend: Gelingt die Serienproduktion in hoher Qualität, wäre das ein wichtiger Beleg für Intels Fertigungskompetenz. Scheitert der Hochlauf, dürfte die Skepsis gegenüber dem Foundry-Geschäft weiter wachsen.
Analysten von Cantor Fitzgerald hoben ihr Kursziel auf 40 Dollar an, bleiben aber neutral. Morningstar sieht den fairen Wert nur bei 28 Dollar – deutlich unter dem aktuellen Niveau nahe 39 Dollar.
Zahlen müssen liefern
Am 29. Januar folgt der Quartalsbericht. Dort wird sich zeigen, ob Intel konkrete Kunden für seine Auftragsfertigung gewonnen hat und wie schnell der Umbau unter CEO Lip-Bu Tan vorankommt. Im Wettbewerb mit AMD, TSMC und Samsung bleibt Intel sowohl im Chipdesign als auch in der Produktion unter Druck.
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