Intel Aktie: Tesla wählt 14A-Fertigungsknoten
Intel stellt KI-Plattform SuperClaw vor, die Token-Verbrauch um 70 Prozent senkt. Trotz Milliardenverlust durch Restrukturierung steigt der Umsatz.
Kurz zusammengefasst
- SuperClaw senkt Token-Verbrauch um 70%
- Umsatzplus von sieben Prozent erreicht
- GAAP-Verlust von 3,7 Milliarden Dollar
- Aktienkurs auf 103 Euro gefallen
Intel hat ein neues KI-Tool vorgestellt, das die Cloud-Kosten drastisch senken soll. Die SuperClaw-Plattform verspricht eine Reduktion des Token-Verbrauchs um 70 Prozent. Allerdings belasten milliardenschwere Restrukturierungskosten die Bilanz des Chipkonzerns.
Neue Software und CPU-Knappheit
Die SuperClaw-Plattform ist Teil von Intels Softwarestrategie und zielt auf niedrigere Betriebskosten für Unternehmen. Parallel dazu brachte der Konzern die Core-Ultra-Serie 3 für Edge-AI-Robotik auf den Markt.
Die Hardware-Sparte profitiert von einer anhaltenden CPU-Knappheit. Die hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur erlaubt es Intel, selbst Ausschuss-Prozessoren gewinnbringend zu verkaufen. Das optimiert die Ausbeute der Wafer-Fertigung und senkt die Fixkosten.
Gemischte Quartalszahlen
Intels Umsatz stieg im ersten Quartal 2026 um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar.
Der Konzern profitierte vor allem von der starken Nachfrage aus dem KI-Segment. Die Data-Center-&-AI-Sparte legte um 22 Prozent zu und erzielte 5,1 Milliarden Dollar. Das Foundry-Geschäft steigerte sich auf 5,4 Milliarden Dollar.
Restrukturierungskosten führten zu einem GAAP-Verlust von 3,7 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal peilt das Management einen Umsatz zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar an. Intel treibt zudem die 18A- und 14A-Fertigungsverfahren voran. Der 14A-Knoten wurde bereits von Tesla ausgewählt.
Aktie auf Rekordhoch
Unter CEO Lip-Bu Tan hat Intels Aktie eine außergewöhnliche Rally hingelegt. Von knapp 17 Euro stieg der Kurs auf rund 110 Euro Anfang Mai 2026. Aktuell notiert die Aktie bei 103 Euro auf Xetra.
Die starke Kursentwicklung spiegelt nicht die gespaltene Analystenmeinung wider. Der breite Marktkonsens lautet „Halten“ mit Kurszielen um 70 Dollar. Optimistischere Stimmen wie die Citigroup sehen Potenzial bis 130 Dollar. Der Median liegt bei knapp 88 Dollar.
Im Juni präsentiert Intel auf der COMPUTEX in Taipeh weitere Neuigkeiten zur Hardware- und Foundry-Roadmap. Dort will der Konzern die nächsten Meilensteine für die Fertigungstechnologie vorstellen.
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