Intel Aktie: TPIsoftware setzt auf Xeon 6
Gerüchte über Apple als Foundry-Kunden treiben Intel auf Rekordniveau. Analysten mahnen zur Geduld.

Kurz zusammengefasst
- Intel-Aktie steigt um 5,5 Prozent
- Apple erwägt Chip-Fertigung bei Intel
- Neuer 18A-P-Knoten in Risikoproduktion
- KI-Partnerschaft mit TPIsoftware vereinbart
Gerüchte um eine Chip-Partnerschaft mit Apple treiben Intel-Kurs nach oben. Die Aktie legt am Donnerstag um 5,52 Prozent auf 122,40 Euro zu. Damit liegt der Konzern nur einen Hauch unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Weder Apple noch Intel haben den Deal offiziell bestätigt. Doch Berichte vom 24. Juni 2026 zeichnen ein klares Bild: Apple erwägt, Intel mit der Fertigung eigener Chips zu beauftragen. Der Grund sind Engpässe beim bisherigen Lieferanten.
Das wäre ein strategischer Coup für beide Seiten. Apple sichert sich zusätzliche Kapazitäten für Komponenten von Macs und iPads. Intel bekommt einen prestigeträchtigen Kunden für sein wiederbelebtes Foundry-Geschäft.
Ein Schritt mit Vorlauf
Analysten warnen vor zu großer Euphorie. Fortschrittliche Chips in hohen Stückzahlen seien frühestens in zwei bis drei Jahren zu erwarten. Dennoch gilt eine Apple-Partnerschaft als wichtiges Gütesiegel für Intels 18A-Fertigungstechnologie.
Die Foundry-Sparte macht parallel Fortschritte. Am 16. Juni 2026 gab Intel bekannt, dass der verbesserte 18A-P-Knoten in die Risikoproduktion gestartet ist. Der neue Prozess liefert neun Prozent mehr Leistung bei gleichem Energieverbrauch. Alternativ senkt er die Leistungsaufnahme um 18 Prozent bei gleicher Performance.
Hinzu kommen verbesserte thermische Eigenschaften. Das ist besonders relevant für mobile Geräte und Consumer-Anwendungen – genau Apples Kernmärkte.
KI-Ökosystem wächst
Intel baut sein Geschäft mit künstlicher Intelligenz weiter aus. Am 24. Juni 2026 gaben die Amerikaner eine Zusammenarbeit mit TPIsoftware bekannt. Der taiwanesische Partner setzt Intels Xeon-6-Prozessoren und Arc-Pro-GPUs für firmeneigene KI-Lösungen ein.
Das Ziel: Unternehmen sollen ihre sensiblen Daten und Modelle komplett selbst kontrollieren. Ein wachsender Markt, auf dem Intel mitmischt.
Parallel dazu plant SambaNova eine Finanzierungsrunde zwischen 800 Millionen und einer Milliarde Dollar. Das AI-Start-up wird von Intel unterstützt und will im boomenden Markt für KI-Serverchips mitmischen.
Die Intel-Aktie notiert 30 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 93,80 Euro. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdreifacht. Ein Plus von 542 Prozent in zwölf Monaten zeigt, wie sehr die Wende-Erwartung in den Kurs eingepreist ist.
Am 25. Juni 2026 liegt das Tageshoch bei 122,40 Euro. Das 52-Wochen-Hoch von 123,58 Euro ist zum Greifen nah.
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