Intel: FPT-Partnership für Fabrik-KI
Intel verzeichnet dank KI-Wachstum das stärkste Quartal seit Jahren und übertrifft mit dem Ausblick die Erwartungen der Wall Street deutlich.

Kurz zusammengefasst
- Stärkstes Quartal seit Jahren
- Rechenzentrumsumsatz steigt um 22 Prozent
- Google sichert sich langfristige Verträge
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Hoch
Lange galt der Markt für Standardprozessoren als ausgereizt. Jetzt treibt eine neue Generation künstlicher Intelligenz die Nachfrage massiv an. Intel profitiert davon erheblich. Der US-Konzern liefert das stärkste Quartal seit Jahren. Parallel dazu treibt das Management die Automatisierung von Fabriken voran.
CPUs feiern ein Comeback
Im Rechenzentrumsgeschäft kletterte der Umsatz um 22 Prozent auf 5,1 Milliarden US-Dollar. Der Grund sind sogenannte agentische KI-Workloads, die den Rechenbedarf weg von reinen Grafikkarten verlagern. CPUs übernehmen zunehmend die Steuerung der Prozesse.
Das Verhältnis von CPUs zu GPUs verschiebt sich spürbar. Beim KI-Training dominierten Grafikkarten deutlich, bei der reinen Anwendung rückt das Verhältnis laut Management enger zusammen. Intel sicherte sich im Auftaktquartal 2026 mehrere langfristige Verträge. Google gehört zu den prominenten Abnehmern. Die mehrjährigen Vereinbarungen sichern planbare Volumina und Preise.
Die Börse feiert die Entwicklung. Die Folge: Die Intel-Aktie schloss am Mittwoch auf einem 52-Wochen-Hoch von 77,47 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf beachtliche 130 Prozent. Analysten sind sich indes uneinig.
Analysten blicken auf die Verluste
Die Bank of America rät weiter zum Untergewichten. Analyst Vivek Arya sieht das Kursziel bei 56 US-Dollar. Er verweist auf die schwache Auftragsfertigung. Die Intel-Foundry steigerte den Umsatz zwar, verbuchte jedoch einen operativen Verlust von 2,4 Milliarden Dollar.
HSBC hält dagegen. Die Bank ruft ein aggressives Ziel von 95 Dollar aus. Diese Lücke spiegelt eine tiefe Skepsis wider. Die Nachhaltigkeit der Erholung ist für viele Marktbeobachter noch nicht bewiesen.
Abseits der reinen Chips baut Intel sein industrielles Standbein aus. Zusammen mit dem IT-Dienstleister FPT bietet der Konzern künftig KI-gesteuerte Fabrikoptimierung an. Die Software simuliert Produktionsabläufe und erkennt Engpässe in Echtzeit. Das ist auch für Intel selbst wichtig. Die eigene Fertigung muss zwingend effizienter werden.
Für das zweite Quartal rechnet Finanzchef David Zinsner mit einem Umsatz von bis zu 14,8 Milliarden Dollar. Das übertrifft die Erwartungen der Wall Street deutlich.
Zinsner spricht von einer beispiellosen Nachfrage nach Silizium. Intel plant für die kommenden Quartale einen stetigen Ausbau der Kapazitäten. Aktuell übersteigt die Kundennachfrage jedoch die Liefermöglichkeiten des Konzerns. Die Produktionsbänder müssen also schneller laufen.
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