Intel: Trump kauft Aktien vor Lobeshymnen
US-Präsident Trump äußert sich zu Staatsanteilen an Intel, während private Aktienkäufe für Diskussionen sorgen. Die Aktie verzeichnet trotz hoher Volatilität massive Kursgewinne.

Kurz zusammengefasst
- Trump bedauert zu geringe Staatsbeteiligung
- Private Aktienkäufe vor Lobeshymnen
- Intel-Aktie steigt um 176 Prozent
- Leerverkäufer erleiden Milliardenverluste
Ein Präsident, der öffentlich über einen zu geringen Staatsanteil an einem Tech-Giganten klagt. Parallel dazu zeigen offizielle Dokumente private Aktienkäufe in genau diesem Unternehmen. Bei Intel verschmelzen derzeit politische Interessen und Marktdynamik auf ungewöhnliche Weise.
Im vergangenen Jahr sicherte sich die US-Regierung eine Beteiligung von knapp zehn Prozent an dem kriselnden Chiphersteller. Rund zehn Milliarden US-Dollar flossen durch Subventionen in das Unternehmen. In einem aktuellen Interview erklärte US-Präsident Donald Trump nun, er habe CEO Lip-Bu Tan damals um ein Zehntel der Firmenanteile gebeten. Als dieser sofort zustimmte, habe Trump das Gefühl gehabt, er hätte mehr fordern sollen.
Brisante Aktiendeals
Neue Ethik-Dokumente verleihen der Beziehung zwischen Weißem Haus und Konzern zusätzliche Brisanz. Laut den Mitteilungen kaufte ein auf Trumps Namen laufendes Depot im ersten Quartal Intel-Aktien. Einige dieser Transaktionen fanden kurz vor öffentlichen Lobeshymnen des Präsidenten auf das Unternehmen statt. Die Trump-Organisation verweist darauf, dass ein Trust das Konto unabhängig verwalte und der Präsident keine direkten Anweisungen gebe.
An der Börse sorgt diese Gemengelage für extreme Ausschläge. Seit Jahresbeginn ist die Intel-Aktie um gut 176 Prozent auf zuletzt 92,84 Euro nach oben geschossen. Leerverkäufer, die auf fallende Kurse setzten, erlitten durch diese Rallye Buchverluste von über zwölf Milliarden US-Dollar.
Trotz eines jüngsten Rücksetzers vom 52-Wochen-Hoch bei knapp 110 Euro bleibt die Volatilität enorm. Die Leerverkaufsquote rangiert nahe einem Jahreshöchststand. Das zeigt, dass viele Investoren der rasanten Aufwärtsbewegung weiterhin misstrauen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Intel?
Operative Fortschritte treffen auf hohe Bewertung
Operativ untermauert Intel den Optimismus der Bullen. Der fortschrittliche 18A-Fertigungsprozess läuft bereits kommerziell und übertrifft die internen Zielvorgaben. Im ersten Quartal stieg der Umsatz auf 13,6 Milliarden US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie schlug die Analystenerwartungen deutlich.
Dennoch ist das Papier teuer bezahlt. Die Aktie wird aktuell mit einem dreistelligen Gewinnvielfachen für das laufende Jahr gehandelt. Die Wall Street bleibt entsprechend gespalten. Während Evercore ISI ein Kursziel von 111 US-Dollar ausruft, liegt der breite Marktkonsens bei lediglich rund 72 US-Dollar.
Die US-Regierung hat mittlerweile ein massives finanzielles Eigeninteresse an einem hohen Intel-Aktienkurs. Der Markt preist bereits ein Szenario ein, in dem die Auftragsfertigung des Konzerns ab 2028 dauerhaft hohe Margen liefert. Die nächste Bewährungsprobe für diese ehrgeizige Bewertung folgt im zweiten Halbjahr, wenn Intel erste verbindliche Kundenbuchungen für die kommende Chipgeneration vorlegen will.
Intel-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Intel-Analyse vom 19. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Intel-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Intel-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Intel: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...