Intesa Sanpaolo Aktie: Kartell-Segen?
Die Bank erzielte bei der fünfjährigen Anleihe einen Zinsaufschlag von 95 Basispunkten; die Nachfrage übertraf 4,25 Milliarden Euro.

Kurz zusammengefasst
- Anleihe mit fünf Jahren Laufzeit platziert
- Zinsaufschlag sank auf 95 Basispunkte
- Neunmonatsgewinn stieg um 8,1 Prozent
- Zwischendividende von 0,22 Euro genehmigt
Intesa Sanpaolo hat am Donnerstag eine fünfjährige Senior-Non-Preferred-Anleihe über 1,25 Milliarden Euro platziert. Nach Angaben der Bank lag der endgültige Zinsaufschlag bei 95 Basispunkten über dem Mid-Swap-Satz.
Günstigere Konditionen als zunächst angepeilt
Die anfängliche Zinsspanne hatte Intesa Sanpaolo mit einem Aufschlag von 125–130 Basispunkten über dem Mid-Swap-Satz angesetzt. Nach Unternehmensangaben engte sich die Preisgestaltung im Platzierungsverlauf um 30–35 Basispunkte ein. Die Nachfrage erreichte in der Spitze mehr als 4,25 Milliarden Euro.
Bereits am Dienstag hatte die Bank ihre Gewinnprognose für 2026 auf deutlich mehr als zehn Milliarden Euro angehoben. Der Nettogewinn für die ersten neun Monate 2026 erreichte nach Unternehmensangaben 8.199 Millionen Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 8,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Zudem genehmigte Intesa Sanpaolo eine Zwischendividende von 0,22 Euro je Aktie. Die Auszahlung ist für den 25. November vorgesehen. Insgesamt beläuft sich die genehmigte Zwischendividende auf 3.813 Millionen Euro.
Weitere Schritte bei der MPS-Übernahme
Zur geplanten Übernahme von MPS berichtete Reuters gestern, Italiens Kartellbehörde habe die vorgeschlagenen Abhilfemaßnahmen weitgehend akzeptiert. Eine Genehmigung werde vor der Angebotsphase erwartet. Dem Bericht zufolge könnte Intesa Sanpaolo allerdings einige Dutzend weitere Filialen verkaufen müssen.
Am 30. Oktober hatte die Bank bestätigt, ihr freiwilliges öffentliches Kauf- und Tauschangebot nach dem Ausgang der MPS-Hauptversammlung fortzusetzen. Bereits am 28. Oktober hatte sie den Erhalt der letzten erforderlichen vorherigen Genehmigungen ausländischer Aufsichtsbehörden für den Kontrollerwerb gemeldet.
Medienberichten zufolge erhöhte Goldman Sachs gestern das Kursziel von 7,80 auf 8,20 Euro und bestätigte die Kaufempfehlung. RBC Capital Markets hatte am Donnerstag nach überarbeiteten Gewinnschätzungen sein Kursziel von 7,25 auf 7,75 Euro angehoben und die Einstufung „Outperform“ beibehalten.
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