Intuit Aktie: 3.000 Stellen gestrichen
Intuit verzeichnet Kursverluste durch Ex-Dividenden-Tag und Ankündigung eines massiven Personalabbaus von rund 17 Prozent.

Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt auf 234,75 Euro
- Ex-Tag für vierteljährliche Dividende
- Stellenabbau von rund 3.000 Mitarbeitern
- Umsatzwachstum trotz Kursverlusten
Die Aktie von Intuit fiel am Donnerstag auf 234,75 Euro. Ein Minus von 1,34 Prozent an einem Tag. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits 56,29 Prozent verloren. Der Tech-Wert befindet sich im freien Fall. Gleich zwei Ereignisse überschatten die Aktie: der Ex-Dividenden-Tag und die Ankündigung eines massiven Stellenabbaus.
Am Donnerstag war Ex-Tag. Aktionäre erhalten eine vierteljährliche Dividende von 1,20 US-Dollar pro Aktie. Die Auszahlung ist für den 17. Juli geplant. Zuvor hatte Intuit die Ausschüttung um 15 Prozent erhöht. Ein schwacher Trost bei einem Kursverlust von zwei Dritteln innerhalb eines Jahres. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 706,80 Euro – aktuell notiert die Aktie 66,79 Prozent darunter.
Operativer Umbau mit brutalen Einschnitten
Intuit durchläuft eine grundlegende Neustrukturierung. CEO Sasan Goodarzi will das Unternehmen auf Künstliche Intelligenz ausrichten. Die Folge: ein Personalabbau von rund 17 Prozent. Rund 3.000 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Goodarzi begründet den Schritt mit der Vereinfachung der Unternehmensstruktur. So wolle man Innovationen in Kernprodukten wie TurboTax und QuickBooks beschleunigen.
Die Geschäftszahlen sprechen eine andere Sprache als der Aktienkurs. Im dritten Quartal 2026 erzielte Intuit einen Umsatz von 8,56 Milliarden US-Dollar. Das sind 10,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Gewinn pro Aktie lag mit 12,80 US-Dollar über den Analystenerwartungen von 12,57 US-Dollar. Besonders die Sparte Global Business Solutions wuchs stark. QuickBooks Online Accounting legte um 22 Prozent zu.
Gespaltene Analysten, unklare Aussichten
Die Experten sind uneins. Goldman Sachs stufte die Aktie jüngst auf „Verkaufen“ ab. Andere Analysten sehen dagegen einen moderaten Kauf mit einem durchschnittlichen Kursziel von 498,40 US-Dollar. Intuit selbst hat für das laufende Geschäftsjahr einen optimistischeren Ausblick gegeben. Der bereinigte Gewinn pro Aktie soll zwischen 23,80 und 23,85 US-Dollar liegen.
Doch mehrere Risiken belasten die Aktie. Laufende Untersuchungen wegen Wertpapierbetrugs schweben über dem Unternehmen. Zudem drängen staatliche Initiativen für kostenlose Steuererklärungen in den Markt. Der RSI liegt bei 42,1 Punkten. Die Aktie nähert sich dem überverkauften Bereich. Eine technische Erholung ist aber noch nicht in Sicht. Finanzministerien in mehreren Ländern entwickeln eigene Steuerportale. Diese könnten Intuits Kerngeschäft mit TurboTax langfristig unter Druck setzen.
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