Intuit Aktie: Bank of New York Mellon kauft nach
Trotz Analysten-Skepsis stocken Großanleger ihre Intuit-Anteile auf. Der Konzern setzt auf KI und baut Stellen ab.

Kurz zusammengefasst
- Institutionelle Investoren erhöhen Bestände
- Goldman Sachs rät zum Verkauf
- Umsatzwachstum von über zehn Prozent
- Konzern fokussiert auf Künstliche Intelligenz
Intuit notiert bei 270,75 € – ein Plus von 0,84 Prozent. Eine leichte Erholung nach einer turbulenten Phase. Die Aktie hatte am 27. Mai mit 256,00 € ihr 52-Wochen-Tief markiert und liegt seit Jahresbeginn rund 49,6 Prozent im Minus. Gleichzeitig steigen große institutionelle Investoren ein.
Institutionelle Käufe treffen auf Analysten-Skepsis
Goldman Sachs stufte Intuit jüngst auf „Verkaufen“ ab und senkte das Kursziel von 519 auf 276 Dollar. Die Großanleger sehen das anders. Die Bank of New York Mellon stockte ihr Aktienpaket um 20,3 Prozent auf rund 2,79 Millionen Anteile auf. CIBC Asset Management erhöhte seine Position um 29,6 Prozent auf 144.328 Aktien.
Diese Käufe erfolgen in einer Phase, in der Intuit zu den schwächsten Werten im S&P 500 zählt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa 19,5. Die Frage ist, ob das Papier nach dem massiven Kursrutsch nun günstig bewertet ist.
Finanzdaten stabil, Konzern setzt auf KI
Die Fundamentaldaten sind solide. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erreichte der Umsatz 8,56 Milliarden Dollar – ein Plus von 10,4 Prozent zum Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 12,80 Dollar über den Erwartungen von 12,57 Dollar.
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Das Management reagiert auf den Wandel in der Branche mit einem Umbau. Rund 3.000 Stellen fallen weg – etwa 17 Prozent der Belegschaft. Das Geld fließt in Künstliche Intelligenz. CEO Sasan Goodarzi will das Geschäft komplett auf datengetriebene KI ausrichten. Neue Wettbewerber wie Perplexity Tax und Chime Tax setzen das traditionelle Modell unter Druck.
Zwei Konferenzen in einer Woche
Die Führungsriege muss den Anlegern in den kommenden Tagen die Strategie erklären. Am 9. Juni tritt Finanzchef Sandeep Aujla auf der Nasdaq Investor Conference in London auf. Zeitgleich spricht Mark Notarainni, zuständig für das Verbrauchergeschäft, auf der Mizuho Technology Conference in New York. Beide Termine sollen Klarheit über den KI-Kurs und die finanzielle Entwicklung bringen.
Die Aktie steckt technisch im Bärenmarkt. Sie notiert rund 41,6 Prozent unter ihrer 200-Tage-Linie von 463,62 €. Der RSI von 39,5 deutet auf eine leichte Entspannung hin – keine extreme Überverkauftsituation mehr. Eine Dividende von 1,20 Dollar je Aktie ist bestätigt, der Ex-Tag fällt auf den 9. Juli. Für Anleger mit Renditefokus bleibt die Frage, ob das Kursniveau von 270 € nach einem Rückgang von 61,7 Prozent vom Hoch nun einen Boden bildet.
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