Intuitive Surgical Aktie: UBS stuft auf Buy hoch
UBS stuft Intuitive Surgical auf Kaufen hoch und sieht trotz 35% Kursverlust Potenzial. Da-Vinci-5-Wachstum und neue Konkurrenz prägen die Aussichten.

Kurz zusammengefasst
- UBS empfiehlt Kaufen gegen Trend
- Da Vinci 5 treibt Umsatzwachstum
- Johnson & Johnson erhält Ottava-Zulassung
- Aktie stabilisiert sich nach Jahrestief
Anleger von Intuitive Surgical blicken auf ein tiefrotes Jahr zurück. Die Aktie des Medizintechnik-Pioniers verlor seit Januar fast 35 Prozent an Wert. Jetzt wagt eine der weltweit größten Banken eine optimistische Prognose gegen den Markttrend.
UBS bricht den vorsichtigen Konsens
Die Schweizer Großbank UBS stuft das Unternehmen auf „Buy“ hoch. Damit setzen sich die Analysten bewusst von der zögerlichen Haltung vieler Konkurrenten ab. Die Experten sehen das aktuelle Kursniveau als attraktiven Einstiegspunkt für Investoren.
Das Papier versucht derzeit eine Stabilisierung. Nach einem Jahrestief bei 289,05 Euro Ende Juli erholte sich der Kurs zuletzt leicht. Marktbeobachter werten die aktuelle Bewertung als Chance, am langfristigen Wachstum der robotergestützten Chirurgie teilzuhaben.
Wachstum durch neue Technik
Operativ bleibt das Unternehmen auf Kurs. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um 19 Prozent auf 2,89 Milliarden US-Dollar. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem das neue System da Vinci 5, das die nächste Generation der Operationsroboter einläutet.
Weltweit installierte der Konzern zuletzt 468 neue Systeme. Über die Hälfte davon entfiel auf das Modell der fünften Generation. Parallel dazu stiegen die Erlöse mit Instrumenten und Zubehör auf 1,73 Milliarden US-Dollar.
Dieses Modell der wiederkehrenden Einnahmen bietet dem Konzern finanzielle Stabilität. Solange die Zahl der Eingriffe steigt, fließen kontinuierlich Gelder in die Kassen. Das schützt die Bilanz auch in wirtschaftlich schwierigen Phasen.
Rivalen greifen das Monopol an
Allerdings steht Intuitive Surgical vor einer neuen Bewährungsprobe. Der Gesundheitsriese Johnson & Johnson erhielt kürzlich die US-Zulassung für sein eigenes Robotersystem Ottava. Erstmals seit Jahren droht ernsthafter Wettbewerb im profitablen Markt für Weichteiloperationen.
Das Management reagierte bereits mit Anpassungen der Unternehmenssatzung. Diese Governance-Änderungen sollen die Position des Vorstands stärken und für institutionelle Ruhe sorgen. Obendrein schuf das Unternehmen die rechtliche Basis für mögliche neue Aktienplatzierungen.
Anleger fokussieren sich nun auf die Marke von 320 Euro. Verteidigt die Aktie dieses Niveau, könnte die UBS-Studie eine breitere Neubewertung einleiten. Das Ziel bleibt die Rückkehr zum 200-Tage-Durchschnitt, der aktuell bei rund 415 Euro verläuft.
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