IonQ Aktie: 5 Prozent Minus nach Quantum-Rallye
Gewinnmitnahmen drücken IonQ-Kurs deutlich unter das jüngste Hoch. Trotz starkem Umsatzwachstum bleibt die Aktie anfällig für Stimmungsschwankungen.
Kurz zusammengefasst
- Aktie fällt um über fünf Prozent
- Gewinnmitnahmen nach jüngster Rallye
- Umsatzwachstum von 755 Prozent
- Institutionelle Investoren stocken auf
Rallye-Fantasie trifft Kasse machen: Bei IonQ kühlt der jüngste Quantum-Hype spürbar ab. Die Aktie verlor am Montag 5,08 Prozent und schloss bei 49,31 Dollar. Nachbörslich rutschte der Kurs weiter auf rund 48,38 Dollar.
Der Rücksetzer kommt nicht aus dem Nichts. Nach einer starken Phase hatten viele Quantenwerte viel Erwartung im Kurs. Nun prüfen Investoren, wie viel davon fundamental schon gedeckt ist.
Gewinnmitnahmen treffen den Sektor
Der Druck erfasste nicht nur IonQ. D-Wave Quantum verlor am selben Tag 8 Prozent, Rigetti Computing und Quantum Computing Inc. gaben jeweils rund 10 Prozent ab. IonQ liegt damit klar unter dem jüngsten Hoch von 84,64 Dollar.
Marktbeobachter verweisen auf Gewinnmitnahmen nach der Rallye. Dazu passt das technische Bild. Der Relative-Stärke-Index fiel von einem überkauften Niveau bei 77,95 auf 58,58 zurück. IonQ präsentierte sich am 18. Mai zwar auf der J.P. Morgan Global Technology, Media and Communications Conference. Der Termin reichte aber nicht, um die Abgaben zu stoppen.
Wachstum stark, Gewinnpfad offen
Operativ liefert IonQ weiter hohe Wachstumsraten. Im ersten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 64,67 Millionen Dollar. Das war ein Plus von 755 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Vorstand erhöhte auch die Umsatzprognose für das Gesamtjahr. Die neue Spanne liegt bei 260 bis 270 Millionen Dollar. Auf der Ergebnisseite bleibt der Markt nüchterner: Analysten erwarten für das laufende Jahr einen Verlust je Aktie von 0,341 Dollar.
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Das erklärt den Kernkonflikt. IonQ wächst schnell und sitzt in einem Markt mit großer Fantasie. Die Bewertung reagiert aber empfindlich, wenn Investoren bei unprofitablen Tech-Werten vorsichtiger werden.
Institutionelle kaufen zu
Interessant ist der Blick auf große Investoren. Die Bessemer Group baute ihre Position um 6,5 Prozent aus. Sie hält nun 214.390 Aktien im Wert von rund 9,6 Millionen Dollar.
Auch Royal Bank of Canada und UBS Asset Management stockten ihre Beteiligungen auf. Institutionelle Investoren halten inzwischen rund 41,42 Prozent der ausstehenden Aktien. Das stützt die Story, nimmt der Aktie aber nicht die Schwankungen.
Die Analystenlage bleibt gespalten. Wedbush bleibt bei „Outperform“ und nennt ein Kursziel von 75 Dollar. Morgan Stanley sieht die Aktie mit „Equalweight“ deutlich nüchterner und setzt das Ziel bei 48,50 Dollar.
Am 12. August legt IonQ die Zahlen für das zweite Quartal vor. Bis dahin dürfte die Aktie stark an der Stimmung für wachstumsstarke Tech-Werte hängen. Steigende Renditen am Anleihemarkt wären ein Belastungsfaktor. Neue Hinweise auf Umsatztempo und Kostenkontrolle könnten dagegen wieder mehr Substanz in die Debatte bringen.
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