IperionX Aktie: Kurs bricht ein trotz 24/7-Produktion
IperionX startet 24/7-Betrieb in Virginia, doch der Aktienkurs fällt. Analysten bleiben optimistisch, während Shortseller die Skalierbarkeit anzweifeln.

Kurz zusammengefasst
- Rund-um-die-Uhr-Produktion angelaufen
- Aktie verliert trotz Meilenstein
- Staatsaufträge sichern Finanzierung
- Analysten sehen Potenzial, Shortseller skeptisch
In Virginia läuft das Titanwerk jetzt rund um die Uhr. Die Aktie fällt trotzdem.
IperionX hat einen wichtigen Schritt geschafft: Der Titanium Manufacturing Campus in Virginia arbeitet im 24/7-Betrieb. Die Produktion soll von derzeit 200 Tonnen pro Jahr auf 1.400 Tonnen hochgefahren werden – bis Mitte 2027. Die GenX-Technologieplattform gilt als Schlüssel für günstigere Herstellungskosten.
Doch die Kursentwicklung zeigt ein anderes Bild. Die Aktie notiert am Freitag bei 2,21 Euro, ein Minus von 3,49 Prozent. Auf Wochensicht summiert sich der Verlust auf fast 19 Prozent, seit einem Monat auf 33,8 Prozent. Der Kurs liegt gut 25 Prozent unter der 50-Tage-Linie von 2,95 Euro. Der RSI von 28,5 signalisiert bereits eine deutliche Überschuldung.
Staatsaufträge als Finanzpolster
Die Kasse ist gefüllt: 48,2 Millionen US-Dollar Cash stehen zur Verfügung, dazu offene Regierungsrückzahlungen von rund 42,1 Millionen Dollar. Das US-Verteidigungsministerium unterstützt das Projekt mit einem Zuschuss von 47,1 Millionen Dollar. Zudem sicherte sich IperionX 290 Tonnen Titanschrott – kostenlos.
Die Bilanz ist solide. Die Frage ist, ob die Skalierung gelingt.
Analysten optimistisch – Shortseller skeptisch
Das Researchhaus BTIG bestätigt die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 40 US-Dollar für die NASDAQ-Notierung. Auch B. Riley Financial und Roth MKM bleiben positiv. Sie setzen auf den Aufbau einer heimischen Titanversorgungskette.
Dagegen steht ein Shortseller-Bericht aus dem Jahr 2025, der die Skalierbarkeit der GenX-Technologie anzweifelt. Die Volatilität von knapp 75 Prozent zeigt: Der Markt ist gespalten.
Die optimistischen Signale von innen sind da: Der CEO kaufte zuletzt 110.000 Aktien, der Aufsichtsratsvorsitzende 260.000. Und die Produktion läuft jetzt ohne Unterbrechung. Ob das reicht, um den Abwärtstrend zu brechen, ist offen. Der nächste Meilenstein: die Hochlaufphase bis 2027. Bis dahin bleibt die Aktie ein Volatilitätskandidat mit hohem Risiko – und hohem Potenzial.
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