IQM Quantum: Auftragsbestand springt auf 102 Millionen
IQM verzeichnet sprunghaft steigende Auftragseingänge, kämpft aber mit erheblichen operativen Verlusten. Die liquiden Mittel sichern die Finanzierung bis 2028.

Kurz zusammengefasst
- Auftragsbestand übersteigt 102 Millionen Euro
- Umsatz wächst um 47 Prozent
- Operativer Verlust von 60,5 Millionen Euro
- Erste US-Lieferung an Oak Ridge
IQM Quantum Computers festigt seine Position nach dem Nasdaq-Debüt. Ein sprunghaft gestiegener Auftragsbestand gibt den Anlegern Zuversicht. Parallel dazu belasten die hohen Entwicklungskosten für die Quanten-Hardware das Ergebnis massiv.
Auftragsbestand erreicht Rekordniveau
Der Auftragsbestand kletterte bis Anfang August auf über 102 Millionen Euro. Das ist ein deutlicher Sprung im Vergleich zu den 69 Millionen Euro Ende Juni. Die Integration eines Systems in die LUMI AI Factory trieb dieses Wachstum maßgeblich voran.
Der Umsatz im ersten Halbjahr stieg derweil um 47 Prozent auf 8,9 Millionen Euro. Allerdings verbuchte das Unternehmen einen operativen Verlust von 60,5 Millionen Euro. Grund dafür sind massive Investitionen in die Forschung und den Ausbau der Fertigung im finnischen Espoo.
Cash-Reserven sichern den Betrieb
Finanziell ist IQM solide aufgestellt. Nach dem Börsengang im Juli verfügt das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 309,4 Millionen Euro. Laut Finanzvorstand Jan Kürschner reicht dieses Kapital bis in das zweite Quartal 2028.
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt das Management die Prognose. Der Umsatz soll zwischen 42 und 47 Millionen Euro liegen. Bei den neuen Auftragseingängen peilt IQM ein Volumen von bis zu 75 Millionen Euro an.
Globale Expansion schreitet voran
Bisher hat IQM weltweit 17 Systeme ausgeliefert. Ein Meilenstein war die erste Lieferung in die USA an das Oak Ridge National Laboratory. Parallel dazu expandiert der Spezialist in neue Märkte wie Japan und Spanien.
An der Börse stabilisiert sich die Aktie derzeit bei 8,83 Euro. Damit notiert das Papier rund 13 Prozent über seinem Jahrestief von Anfang August. Marktbeobachter achten nun darauf, wie effizient IQM den hohen Auftragsbestand in den kommenden Monaten in tatsächliche Erlöse umwandelt.
Die technische Roadmap bleibt ehrgeizig. Bis Ende 2026 plant das Unternehmen die Skalierung auf 300 Qubits. Langfristig strebt IQM innerhalb des nächsten Jahrzehnts die Entwicklung fehlerresistenter Quantensysteme an.
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