IREN Aktie: 500 Prozent in zwölf Monaten
IREN sichert sich 9,7-Milliarden-Dollar-Vertrag mit Microsoft und baut KI-Infrastruktur massiv aus. Analysten sehen Kurspotenzial.

Kurz zusammengefasst
- Milliardenvertrag mit Microsoft unterzeichnet
- Wandel vom Bitcoin-Mining zum KI-Anbieter
- Jefferies startet mit Kaufempfehlung
- Expansion in Europa und Australien geplant
IREN wandelt sich radikal. Das Unternehmen lässt das reine Bitcoin-Mining hinter sich und baut eine gewaltige Infrastruktur für Künstliche Intelligenz auf. Erste Großaufträge und Analystenstimmen untermauern diesen Kurswechsel nun eindrucksvoll.
Jefferies sieht enormes Potenzial
Die Investmentbank Jefferies hat die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung gestartet. Analyst Jonathan Petersen setzt das Kursziel bei 79 US-Dollar an. Er sieht in IREN einen künftigen Marktführer für vertikal integrierte AI-Cloud-Infrastruktur.
Das Fundament bildet ein gewaltiges Energieportfolio von sechs Gigawatt gesicherter Leistung. Bisher nutzt das Unternehmen davon lediglich zehn Prozent. Diese Reserve ermöglicht ein schnelles Wachstum in neuen Geschäftsfeldern.
Ein milliardenschwerer Vertrag mit Microsoft über Nvidia-Infrastruktur läuft über fünf Jahre. Das Volumen liegt bei 9,7 Milliarden US-Dollar. Hinzu kommt eine Vereinbarung mit Nvidia über 3,4 Milliarden US-Dollar.
Das Management erwartet daraus ein jährliches Umsatzpotenzial von rund 3,1 Milliarden US-Dollar.
Expansion in Europa und Australien
Parallel dazu treibt IREN die globale Präsenz voran. In Spanien übernahm das Unternehmen die Nostrum Group und sicherte sich damit 490 Megawatt Netzkapazität. Dieser Schritt markiert den offiziellen Markteintritt in Europa.
In Südaustralien plant der Konzern zudem einen Rechenzentrum-Campus mit 800 Megawatt Leistung. Marktbeobachter bewerten diese Projekte als entscheidende Bausteine für die Skalierung. Die Analysten-Konsensmeinung bleibt bei einem moderaten Kaufurteil.
Volatilität bleibt ein Begleiter
An der Börse spiegelt sich die Euphorie wider. Trotz eines leichten Rücksetzers am Freitag schloss das Papier bei 50,99 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von fast 40 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt der Zuwachs sogar bei über 500 Prozent.
Dennoch müssen Investoren mit Schwankungen rechnen. Das Papier gilt als hochspekulativ.
Die annualisierte Volatilität liegt bei hohen 99,26 Prozent. Aktuell notiert der Kurs rund 25 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 40,85 Euro.
Das Unternehmen muss nun beweisen, dass es die Milliardenprojekte zeitnah in Cashflow umwandeln kann. Die nächsten operativen Updates zur Inbetriebnahme der spanischen Kapazitäten werden hierfür der erste Gradmesser sein.
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