IREN Aktie: Investitionsfreundliche Zahlen

IREN sichert sich mit einer neuen Aktienreserve Finanzierungsflexibilität für den massiven Infrastrukturausbau im Rahmen eines 9,7-Milliarden-Dollar-Vertrags mit Microsoft. Die strategische Neuausrichtung vom Bitcoin-Miner zum KI-Spezialisten wird von institutionellen Investoren unterstützt.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue Shelf Registration über 661 Millionen US-Dollar
  • Fünfjahresvertrag mit Microsoft im Volumen von 9,7 Mrd. USD
  • Institutionelle Investoren bauen Positionen deutlich aus
  • Hohe Volatilität bei starkem Kursanstieg

IREN treibt seine Transformation vom Bitcoin-Miner zum KI-Infrastruktur-Spezialisten mit hohem Tempo voran. Nach einer großen Wandelanleihe folgt nun eine umfangreiche Aktien-Registrierung, um den milliardenschweren Ausbau der Rechenzentren zu finanzieren. Im Zentrum steht ein mehrjähriger Großauftrag von Microsoft – mit erheblichen Chancen, aber auch spürbarem Verwässerungsrisiko für bestehende Aktionäre.

Neue Aktienreserve: Flexibilität mit Beigeschmack

IREN hat am 4. Januar 2026 eine sogenannte Shelf Registration über rund 661 Millionen US-Dollar eingereicht. Darüber kann das Unternehmen bis zu 17,5 Millionen neue Stammaktien platzieren, ohne für jede einzelne Tranche erneut zur US-Börsenaufsicht zu müssen. Praktisch bedeutet das: IREN verschafft sich zusätzlichen Spielraum, um in den kommenden Monaten flexibel Eigenkapital am Markt aufzunehmen.

Iris Energy

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Die Einreichung knüpft an eine bereits sehr aktive Finanzierungspolitik an. Im Dezember 2025 hatte IREN eine Wandelanleihe über 2,3 Milliarden US-Dollar platziert, inklusive einer Greenshoe-Option über 300 Millionen US-Dollar. Im Zuge dieser Transaktion wurden zudem bestehende Schuldtitel im Volumen von 544,3 Millionen US-Dollar zurückgekauft – bezahlt unter anderem mit rund 39,7 Millionen neuen Aktien. Das Management setzt damit klar auf eine aggressive Umstrukturierung der Bilanz, um den massiven Kapazitätsausbau zu stemmen.

Aus Sicht bestehender Aktionäre wächst damit das potenzielle Verwässerungsrisiko. Jeder neue Anteilsschein verteilt künftige Gewinne auf mehr Schultern. Gleichzeitig zeigt die zum 31. Oktober 2025 ausgewiesene Liquidität von 1,8 Milliarden US-Dollar, dass IREN derzeit nicht unter unmittelbarem Finanzierungsdruck steht und die neue Aktienreserve eher als strategisches Instrument angelegt ist.

Kursentwicklung und hohe Schwankungen

Am Freitag schloss die Aktie bei 42,70 US-Dollar und legte damit im Tagesverlauf deutlich zweistellig zu. Auf Sicht von zwölf Monaten summiert sich der Anstieg auf über 300 Prozent, begleitet von einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von mehr als 100 Prozent. Die starke Schwankungsbreite unterstreicht, wie sensibel der Markt auf jede Nachricht zur Finanzierung und zum Ausbau der KI-Infrastruktur reagiert.

Institutionelle Investoren erhöhen Engagement

Trotz der Verwässerungssorgen bauen große Adressen ihre Positionen aus. Rund um den Jahreswechsel waren mehrere institutionelle Investoren aktiv:

  • Calamos Advisors hat eine neue Position von über 90.000 Aktien aufgebaut
  • Hood River Capital Management ist mit einem Paket im Wert von rund 74,2 Millionen US-Dollar eingestiegen
  • Situational Awareness hat seinen Bestand um etwa 47 % erhöht
  • Invesco hat seine Beteiligung um knapp 46 % auf fast 3 Millionen Aktien ausgebaut

Diese Zukäufe fallen in eine Phase, in der die einjährige Gesamtrendite der Aktie bei rund 276 % liegt. Marktbeobachter werten das als Signal, dass größere Investoren die strategische Neuausrichtung trotz der hohen Volatilität mittragen.

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Microsoft-Deal als Wachstumstreiber

Zentrales Fundament der Wachstumsstory ist ein im November 2025 geschlossener Cloud-Vertrag mit Microsoft im Volumen von 9,7 Milliarden US-Dollar. Über fünf Jahre soll IREN für den Tech-Konzern KI- und Cloud-Kapazitäten bereitstellen. Die wesentlichen Eckdaten:

  • Aufbau von 200 MW kritischer IT-Last in Childress, Texas
  • 20 % der Vertragssumme zahlt Microsoft als Vorab-Prepayment
  • Bei voller Auslastung werden jährlich rund 1,94 Milliarden US-Dollar wiederkehrender Umsatz erwartet
  • Einsatz von NVIDIA-GB300-GPUs in vier sogenannten Horizon-Ausbauphasen

Der Großauftrag markiert eine radikale Verschiebung im Geschäftsmodell. Während im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 noch 97 % der Erlöse aus Krypto-Mining kamen, peilt das Management bis Ende 2026 bereits 3,4 Milliarden US-Dollar annualisierte AI-Cloud-Umsätze an. Die neue Aktienreserve und die Wandelanleihe sind damit klar in den Kontext dieses aggressiven Skalierungskurses einzuordnen.

Analystenblick: Bewertung und Erwartungen

Auch auf Analystenseite ist IREN inzwischen stärker auf dem Radar. Goldman Sachs hat im Dezember 2025 die Coverage mit einer neutralen Einstufung und einem Kursziel von 39 US-Dollar aufgenommen. Begründung: Aus Bewertungssicht sei die Aktie weitgehend ausgereizt, gleichzeitig erwarten die Analysten bis 2028 eine Verfünffachung bis Verachtfachung der Umsätze.

Im Konsens von zwölf beobachtenden Analysten überwiegen positive Stimmen: Acht vergeben ein Kaufurteil, zwei empfehlen Halten, zwei den Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 80,40 US-Dollar und damit in etwa beim Doppelten des aktuellen Kursniveaus. Allerdings spiegelt auch die hohe Beta-Kennzahl von 4,24 die spekulative Natur des Titels und die Unsicherheit über den Erfolg des massiven Infrastrukturaufbaus wider.

Ausblick: Wichtige Termine 2026

Die nächsten Monate liefern mehrere Härtetests für die Story. Am 11. Februar 2026 legt IREN seine nächsten Quartalszahlen vor. Dann wird das Unternehmen voraussichtlich detaillierter zum Fortschritt beim Microsoft-Vertrag und zum Ausbau des Rechenzentrums Sweetwater 1 berichten. Ein zentrales operatives Etappenziel ist die geplante Inbetriebnahme der Sweetwater-1-Umspannstation im April 2026, die eine Kapazität von 1.400 MW ermöglichen soll.

Die jetzt registrierten bis zu 17,5 Millionen neuen Aktien geben IREN die Möglichkeit, den geplanten Ausbau von 140.000 GPUs zu finanzieren, ohne in jedem Einzelfall erneut den langwierigen Genehmigungsweg zu gehen. Entscheidend für den weiteren Kursverlauf wird 2026 sein, ob das Unternehmen die vertraglichen Zeitpläne mit Microsoft einhält und die neu geschaffenen Kapazitäten wie geplant in wiederkehrende Umsätze verwandeln kann.

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