Nach dem heftigen Ausverkauf nach den Quartalszahlen hat IREN zu Wochenbeginn wieder Boden gutgemacht. Am Montag legte die Aktie rund 8% zu, nachdem sich mehrere Analysten öffentlich hinter die langfristige KI-Strategie gestellt hatten. Der Kernpunkt: Der Schwenk weg vom Bitcoin-Mining hin zu High-Performance-Computing (HPC) gilt weiterhin als intakt – trotz enttäuschender kurzfristiger Kennzahlen.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
– Umsatz im Fiskal-Q2 2026: 184,7 Mio. US-Dollar (unter den Erwartungen von rund 229 Mio. US-Dollar)
– Nettoergebnis: -155,4 Mio. US-Dollar
– Bernstein: „Outperform“, Kursziel 125 US-Dollar (bestätigt)
– Roth Capital: „Buy“, Kursziel 94 US-Dollar (bestätigt)
– Sweetwater-Projekt (Texas): 1,4 GW, erste Inbetriebnahmen ab April 2026 geplant
– Microsoft-Deal: 200 MW Kapazität in Childress (Texas), Vertragswert 9,7 Mrd. US-Dollar
Analysten stützen die Story
Bernstein-Analyst Gautam Chhugani bestätigte am Montag sein „Outperform“-Rating und das Kursziel von 125 US-Dollar. Er verwies darauf, dass neue Abschlüsse in Aussicht stünden, und lenkte den Fokus auf die Pipeline potenzieller Hyperscaler-Nachfrage statt auf kurzfristige Reibungsverluste. Aus seiner Sicht schreitet der Ausbau der KI-Infrastruktur voran – und genau dort soll IREN den Wert seiner Energie-Assets in Erträge ummünzen.
Schon am Freitag hatte sich Roth Capital zu Wort gemeldet. Analyst Darren Aftahi blieb bei „Buy“ und einem Kursziel von 94 US-Dollar. Zentrale Botschaft seiner Einschätzung: Die Sorgen über die Investitionsausgaben (Capex) seien durch bessere Finanzierungssicht teilweise entschärft. Laut Roth hat IREN die Finanzierung für rund 95% der GPU-Hardware gesichert, die für große Kundenverträge benötigt wird. Das senke das Umsetzungsrisiko für die Expansion in der näheren Zukunft spürbar.
Warum die Zahlen so stark nachwirkten
Auslöser der jüngsten Volatilität war der Bericht zum Fiskal-Q2 2026, der am Donnerstag veröffentlicht wurde. Der Umsatz blieb mit 184,7 Mio. US-Dollar klar unter den Markterwartungen. Gleichzeitig rutschte IREN mit 155,4 Mio. US-Dollar netto in die roten Zahlen – nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn zu Buche stand.
Das Unternehmen begründete das schwächere Bild mit der kapitalintensiven Übergangsphase: Während Kapazitäten vom Bitcoin-Mining in Richtung KI-Cloud verlagert werden, steigen die Kosten, bevor die neuen HPC-Verträge vollständig in Umsatz und Marge durchschlagen.
Microsoft, Sweetwater – und der nächste Prüfstein
Trotz des rückblickend schwachen Quartals hängt die Anleger-Story stark an zwei operativen Themen: dem Infrastrukturaufbau und der Partnerschaft mit Microsoft. Besonders im Blick steht die Umsetzung des Microsoft-Deals mit einem ausgewiesenen Vertragswert von 9,7 Mrd. US-Dollar. Vereinbart sind 200 MW Kapazität am Standort Childress in Texas. Sobald die Leistung vollständig hochgefahren ist, wird mit stabileren und höhermargigen Erlösen gerechnet.
Parallel treibt IREN den Ausbau des Sweetwater-Campus in Texas voran. Das Projekt umfasst 1,4 Gigawatt und gilt als zentral für das langfristige Wachstum. Für die ersten Projektphasen ist die Inbetriebnahme („Energization“) für April 2026 vorgesehen – ein Termin, an dem sich die operative Umsetzung messen lassen muss.
Für den Rest des Jahres richtet sich der Blick damit vor allem auf drei Punkte: den Hochlauf der KI-Umsätze (inklusive der ARR-Ziele), das Erreichen der Sweetwater-Meilensteine ab April und mögliche weitere Vertragsmeldungen, falls sich die von Bernstein angedeuteten „neuen Deals“ konkretisieren.
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