IREN Aktie: Redburn startet mit Neutral
IREN profitiert von der Neubewertung kryptobasierter Rechenzentren, während JPMorgan das Kursziel anhob und der Konzern KI-Kapazitäten ausbaut.

Kurz zusammengefasst
- Aktie klettert auf 42,41 Euro
- Rothschild & Co Redburn startet neutrale Bewertung
- JPMorgan hebt Kursziel auf 65 Dollar
- Sweetwater Hub für ERCOT-Verfahren vorgemerkt
Im Umfeld einer neuen Sektorstudie hat die Aktie von IREN am gestrigen Dienstag um 3,0 % auf einen Schlusskurs von 42,41 € zugelegt. Auslöser für den jüngsten Schwung war eine Branchenanalyse von Rothschild & Co Redburn zu Wochenbeginn, die Rechenzentrumsbetreiber mit Krypto-Ursprung gegenüber reinen Cloud-Anbietern positiv abgrenzte.
Differenzierung zwischen Krypto-Pivots und reinen Neoclouds
Rothschild & Co Redburn nahm am Montag die Beobachtung von IREN mit einer Einstufung auf „Neutral“ und einem Kursziel von $40 auf. Die Experten nahmen dabei eine sektorweite Differenzierung vor: Während reine Neocloud-Anbieter mit Verkaufsempfehlungen belegt wurden, stufte das Haus Unternehmen, die ihre Infrastruktur vom Bitcoin-Mining auf Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen umstellen, verhältnismäßig wohlwollender ein.
Zusätzlichen Rückhalt lieferte die Einschätzung eines weiteren Schwergewichts der Wall Street. Bereits am 14. September hatte JPMorgan die Aktie mit einer doppelten Heraufstufung von „Underweight“ direkt auf „Overweight“ gesetzt und das Kursziel von $46 auf $65 angehoben. Zur Begründung verwiesen die JPMorgan-Analysten auf die Vertiefung der Partnerschaft mit Nvidia im Bereich der Cloud-Infrastruktur sowie auf eine ausgeprägte Preissetzungsmacht.
Strategischer Wandel im Fokus
Der Markt honoriert damit den schrittweisen Umbau der Geschäftsaktivitäten. Medienberichten zufolge steht die operative Neuausrichtung im Mittelpunkt, auch wenn der Ausstieg aus dem früheren Kerngeschäft Spuren hinterlassen hat: Vor über einem Monat wies das Unternehmen in seinem Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2026 einen Umsatz von $707,0 Millionen aus, verbuchte jedoch bedingt durch hohe nicht zahlungswirksame Abschreibungen auf ausgemusterte Bitcoin-Hardware einen Nettoverlust von $702,6 Millionen.
Gleichzeitig arbeitet IREN am kontinuierlichen Ausbau seiner Kapazitäten für KI-Anwendungen. Vor rund zwei Wochen wurde der geplante 2GW Sweetwater Hub unter Vorbehalt als Grundlast in das „Batch Zero“-Verfahren des texanischen Netzbetreibers ERCOT aufgenommen. Durch den gestrigen Kursanstieg beläuft sich das Plus der Aktie seit Jahresanfang auf 26 %.
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