IREN Aktie: Starke Ergebnisse überraschen
Bernstein senkt Kursziel für IREN auf 100 Dollar, bestätigt aber Top-Pick-Status. Fokus liegt auf KI-Cloud-Geschäft und Microsoft-Partnerschaft.

Kurz zusammengefasst
- Kursziel von 125 auf 100 Dollar gesenkt
- KI-Cloud-Geschäft als zentraler Wachstumstreiber
- Microsoft-Vertrag sichert Milliardenumsätze
- Stromkapazität von 4,5 Gigawatt als Trumpf
Bitcoin-Miner, der kein Bitcoin-Miner mehr sein will — das ist die Geschichte hinter IRENs Kursentwicklung. Bernstein hat das Kursziel für die Aktie auf 100 Dollar gesenkt, hält aber an der Einstufung als Top-Pick unter den KI-fokussierten Krypto-Minern fest.
Kursziel runter, Überzeugung bleibt
Der Rückschnitt von 125 auf 100 Dollar hat laut Bernstein-Analyst Gautam Chhugani nichts mit IRENs Geschäftsaussichten zu tun. Zwei technische Faktoren erklären die Anpassung: der schrittweise Abbau des Bitcoin-Minings sowie eine gestiegene Aktienanzahl durch jüngste Kapitalerhöhungen. Chhugani bescheinigt dem Unternehmen „bemerkenswerten Erfolg beim Aufbau des KI-Cloud-Geschäfts“.
Das Modell der Analysten ist dabei eindeutig: Bitcoin-Mining wird mit null bewertet. Bernstein erwartet, dass IREN bis 2030 das Mining vollständig einstellt — die Erlöse aus diesem Segment sollen bis dahin auf null sinken.
GPU-Flotte und Microsoft als Fundament
Das Gegengewicht liefert das KI-Cloud-Geschäft. Bernstein prognostiziert für 2027 einen Cloud-Umsatz von 2,6 Milliarden Dollar, bis 2030 sollen es 6 Milliarden Dollar sein. Bis dahin plant IREN, seine GPU-Flotte von aktuell 150.000 auf 275.000 Einheiten auszubauen.
Bereits heute sind 77.000 der vorhandenen GPUs über einen Fünfjahresvertrag an Microsoft gebunden — mit einem annualisierten Umsatz von rund 1,94 Milliarden Dollar. Hinzu kommen On-Demand-Verträge im Volumen von 400 Millionen Dollar, die bis Februar bereits unterzeichnet waren. Bemerkenswert dabei: 95 Prozent der GPU-Investitionen für das Microsoft-Geschäft wurden zu Zinssätzen unter vier Prozent finanziert, teils durch Microsofts Vorauszahlungen, teils durch GPU-besicherte Kredite.
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Strom als strategischer Vorteil
IRENs wichtigstes Kapital ist weniger sichtbar als seine GPU-Flotte: gesicherte Stromkapazität von mehr als 4,5 Gigawatt. In einem Rechenzentrumsmarkt, in dem Strom zum knappen Gut geworden ist, verschafft das dem Unternehmen einen strukturellen Vorteil gegenüber Wettbewerbern. Allerdings ist bislang nur rund zehn Prozent dieser Kapazität vertraglich gebunden — das Potenzial liegt also noch weitgehend brach.
Das breite Analysten-Bild ist konstruktiv: Acht Kaufempfehlungen, drei Halteempfehlungen und eine Verkaufsempfehlung ergeben einen Konsens von „Moderat Kaufen“. Das durchschnittliche Kursziel von 73,30 Dollar impliziert rund 49 Prozent Aufwärtspotenzial gegenüber dem Schlusskurs von 43,99 Dollar vom 28. April.
Quartalsbericht als nächster Prüfstein
Am 7. Mai veröffentlicht IREN die Ergebnisse für das dritte Quartal — die ersten Zahlen, die konkrete Daten zur Auslieferung der B300-GPUs enthalten werden. Wer wissen will, wie schnell die Transformation vom Miner zum Cloud-Anbieter wirklich voranschreitet, bekommt dann erstmals belastbare Zahlen. Entscheidend wird sein, ob IREN neue Hyperscaler-Verträge vermelden kann — denn die verbleibenden 4,5 Gigawatt Stromkapazität warten noch auf Abnehmer.
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