Der Saugroboter-Pionier hat eine existenzielle Krise vorerst überwunden. Nach dem Scheitern der Amazon-Übernahme und dem anschließenden Gang in die Insolvenz meldet iRobot nun Vollzug bei der Restrukturierung. Mit einem neuen Eigentümer aus China soll die finanzielle Basis für die Zukunft gesichert sein.
Übernahme durch den Fertiger
Das Unternehmen aus Bedford, Massachusetts, bestätigte am 23. Januar den Abschluss der strategischen Transaktion. Neuer Eigner ist das Konsortium Picea, bestehend aus Shenzhen PICEA Robotics und Santrum Hong Kong. Diese Konstellation entbehrt nicht einer gewissen Logik: Picea war bereits zuvor der wichtigste Auftragsfertiger des Unternehmens und fungierte während des Restrukturierungsprozesses als entscheidender Kreditgeber, um die Liquidität zu sichern.
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Mit dem Vollzug der Übernahme verlässt iRobot das Chapter-11-Insolvenzverfahren. Laut CEO Gary Cohen ermöglicht die bereinigte Bilanz nun wieder Investitionen in die nächste Generation von Smart-Home-Robotern. Der operative Hauptsitz sowie die Entwicklungsabteilungen verbleiben in Massachusetts.
Die Fakten im Überblick
- Neuer Eigner: Der bisherige Zulieferer und Kreditgeber Picea übernimmt die Kontrolle.
- Status: Das gerichtliche Chapter-11-Verfahren wurde erfolgreich beendet.
- Historie: Dem Schritt ging das Scheitern der Amazon-Fusion im Januar 2024 und der Insolvenzantrag im Dezember 2025 voraus.
- Fokus: Konzentration auf Produktentwicklung im Bereich Heimautomatisierung.
Blick nach vorn
Für iRobot endet damit eine Phase extremer Unsicherheit. Die Strategie zielt nun darauf ab, im harten Wettbewerb der Heimautomatisierung durch neue Produkte Marktanteile zurückzugewinnen. Ob der Übergang vom unabhängigen US-Unternehmen zur Tochterfirma des chinesischen Fertigers die erhoffte Innovationskraft freisetzt, werden die Produktvorstellungen der kommenden Quartale beweisen müssen.
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