iShares Global Clean Energy: 25 Prozent YTD durch KI-Stromnachfrage
Der iShares Global Clean Energy ETF profitiert vom steigenden Strombedarf durch Künstliche Intelligenz und Rechenzentren.

Kurz zusammengefasst
- Quartalsdividende von 0,0561 US-Dollar
- KI-Strombedarf treibt Kursrallye an
- Bloom Energy als Top-Position im Fonds
- Blick auf Steuergutschriften im Juli
Die Energiewende hat einen neuen Treiber gefunden: Künstliche Intelligenz. Während klassische Subventionen in den Hintergrund rücken, pumpt der Hunger der Rechenzentren frisches Kapital in den Sektor.
Der iShares Global Clean Energy ETF hat am Donnerstag seine Quartalsausschüttung abgeschlossen. Anleger erhielten eine Dividende von 0,0561 US-Dollar je Anteil. Die Rendite der vergangenen zwölf Monate beläuft sich damit auf rund 1,14 Prozent.
Aktuell verwaltet der Fonds ein milliardenschweres Vermögen. Der Nettoinventarwert sank zuletzt leicht um 1,49 Prozent auf 20,51 US-Dollar. An der NASDAQ bleibt das Interesse mit täglich 3,4 Millionen gehandelten Anteilen hoch.
KI-Hunger als Renditebringer
Hinter der Kursrallye von gut 25 Prozent seit Jahresbeginn steckt ein struktureller Wandel. Nicht mehr nur politische Vorgaben treiben den Sektor, sondern der immense Strombedarf der Künstlichen Intelligenz. Rechenzentren benötigen gigantische Kapazitäten, die Versorger oft nur durch Solar- und Speicherlösungen schnell genug bereitstellen können.
Die Internationale Energieagentur prognostiziert eine Verdopplung des weltweiten Stromverbrauchs durch Rechenzentren bis zum Jahr 2030. Das entspräche einem Bedarf von 945 Terawattstunden. Solarstrom ist mit Kosten von etwa 39 US-Dollar pro Megawattstunde mittlerweile eine der günstigsten Quellen.
Bloom Energy im Fokus
Davon profitiert Bloom Energy, eine der größten Positionen im ETF. Mit einer Gewichtung von 12,5 Prozent prägt das Unternehmen die Wertentwicklung maßgeblich. Institutionelle Investoren zeigten zuletzt verstärktes Interesse an solchen Titeln.
Im Vergleich mit aggressiveren Produkten wie dem Invesco WilderHill Clean Energy ETF liegt iShares leicht zurück. Während der Konkurrent rund 31 Prozent zulegte, punktet der iShares-ETF mit einer Kostenquote von 0,39 Prozent. Er gilt als der liquideste Anker für institutionelle Anleger im Sektor.
Die Branche blickt nun auf den 4. Juli 2026. Dann läuft die Frist für wichtige Steuergutschriften im Bausektor ab. Historisch sorgte dieses Datum für einen massiven Schub bei Projektabschlüssen und neuen Aufträgen.
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