iShares MSCI World ETF: 2. Juni, 8,1 Mrd USD
Der iShares MSCI World ETF überschreitet die Acht-Milliarden-Dollar-Marke und bestätigt seine Rolle als Liquiditätsanker mit starkem US- und Technologie-Fokus.

Kurz zusammengefasst
- Nettovermögen erstmals über acht Milliarden
- Technologiesektor dominiert mit 31 Prozent
- USA stellt fast drei Viertel des Portfolios
- Kostengünstige ETF mit 0,24 Prozent Gebühren
Der iShares MSCI World ETF hat einen neuen Skalen-Meilenstein erreicht. Zum 2. Juni 2026 lag das Nettovermögen bei 8,137 Milliarden US-Dollar – erstmals klar über der runden Milliarden-Schwelle. Der Schlusskurs an der NYSE Arca notierte bei 206,18 Dollar, der NAV bei 206,01 Dollar.
Die Marke ist mehr als eine Zahl. Sie signalisiert Liquidität und Markttiefe für Anleger, die breite Developed-Markets-Exposure suchen. 39,5 Millionen Anteile waren zum Stichtag ausstehend, das tägliche Handelsvolumen lag bei rund 963.000 Stück. Die monatliche Durchschnittsmenge: 821.000 Anteile.
Die Handelskennzahlen bestätigen geordnete Verhältnisse. Der Aufschlag zum Nettoinventarwert betrug 0,08 Prozent. Der durchschnittliche Geld-Brief-Spanne der letzten 30 Tage: 0,06 Prozent. Der ETF handelte also eng am zugrunde liegenden Korb – ein Zeichen für effiziente Marktpreisbildung. Die Kostenquote liegt bei 0,24 Prozent.
Technologie bleibt dominant
1.285 Positionen hält der Fonds. Die Breite ist beachtlich, die Gewichtung ist es nicht. Der Technologiesektor macht 31,36 Prozent des Marktwerts aus – mit großem Abstand die stärkste Branche. Es folgen Finanzen mit 15,08 Prozent und Industrie mit 11,10 Prozent. Zyklischer Konsum (8,99 Prozent), Kommunikationsdienste (8,50 Prozent) und Gesundheit (8,43 Prozent) komplettieren die obere Hälfte.
Das hohe Tech-Gewicht prägt auch die Bewertungskennzahlen. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 26,30, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 4,11. Das Dreijahres-Beta beträgt 0,93, die Standardabweichung 12,45 Prozent – typisch für einen wachstumsorientierten Large-Cap-Index.
USA dominiert das Portfolio
Der MSCI World ETF bildet developed markets ab. Die geografische Verteilung zeigt aber ein klares Schwergewicht: Die USA stellen 72,58 Prozent des Marktwerts. Japan folgt mit 5,64 Prozent, Großbritannien mit 3,42 Prozent, Kanada mit 3,36 Prozent. Frankreich, Schweiz und Deutschland rangieren zwischen 2,35 und 2,15 Prozent.
Das bedeutet: Wer den ETF kauft, setzt faktisch auf US-Mega-Caps – und dort vor allem auf Technologie-Titel. Die internationale Diversifikation ist vorhanden, aber nachrangig.
Wettbewerbsvergleich: ACWI und IXUS mit anderen Profilen
Wer eine breitere Abdeckung sucht, greift zum iShares MSCI ACWI ETF. Er enthält auch Schwellenländer – bei 33,2 Milliarden Dollar Nettovermögen, 2.239 Positionen und einer Kostenquote von 0,32 Prozent. Seine Jahresperformance lag mit 12,14 Prozent bis Ende Mai über der des MSCI World ETF (10,57 Prozent).
Der iShares Core MSCI Total International Stock ETF (IXUS) fährt eine andere Strategie: 59,3 Milliarden Dollar, Kostenquote 0,07 Prozent, 4.348 Titel – aber ohne US-Aktien. Für Anleger, die genau diese Lücke schließen wollen.
Der MSCI World ETF bleibt das Standardprodukt für entwickelte Märkte mit US-Schwerpunkt. Die Acht-Milliarden-Marke unterstreicht seine Rolle als Liquiditätsanker – bei gleichzeitig hoher Konzentration auf Technologie und amerikanische Large Caps. Wer globale Streuung jenseits der Mega-Caps sucht, muss bewusst anders konstruieren.
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