Der iShares MSCI World ETF (URTH) startet mit massiver Dynamik in das Börsenjahr 2026, nachdem er 2025 mit einem beeindruckenden Plus von rund 22,5 Prozent abgeschlossen hat. Doch hinter der starken Performance verbirgt sich ein struktureller Wandel: Der Fonds entwickelt sich zunehmend von einem breiten Welt-Portfolio zu einer konzentrierten Wette auf den US-Technologiesektor. Mit Nvidia als neuem Schwergewicht an der Spitze müssen sich Anleger fragen: Ist die Diversifikation noch ausreichend gewährleistet?
Die neue Hierarchie: Tech-Giganten dominieren
Verantwortlich für die jüngste Rallye ist vor allem die enorme Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz, die zu einer historischen Machtverschiebung im Portfolio geführt hat. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 machen die zehn größten Positionen rund 27,3 Prozent des gesamten Fondsvolumens aus. Nvidia hat dabei mit einer Gewichtung von 5,45 Prozent traditionelle Spitzenreiter überholt und ist nun die größte Einzelposition des ETF.
Diese Konzentration führt zu einem signifikanten „Klumpenrisiko“: Der Informationstechnologie-Sektor beansprucht inzwischen fast 30 Prozent des Portfolios für sich. Faktisch agiert der ETF damit als gehebelte Wette auf das US-Tech-Ökosystem, das über 70 Prozent der geografischen Allokation ausmacht. Wer echte globale Diversifikation sucht, findet hier mittlerweile eher ein US-Dominanz-Vehikel vor.
Outperformance durch Verzicht
Der iShares MSCI World ETF konnte breiter aufgestellte Indizes wie den Vanguard Total World (VT) oder den MSCI ACWI im Jahr 2025 schlagen. Der Grund liegt in dem, was fehlt: Schwellenländer. Während Märkte wie China mit Deflation und regulatorischen Hürden kämpften, profitierte der URTH von seiner Fokussierung auf Industrieländer („Developed Markets“).
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Anleger zahlen für diesen Fokus allerdings einen Preis. Mit einer Kostenquote von 0,24 Prozent ist der ETF deutlich teurer als vergleichbare „Total World“-Produkte (ca. 0,07 Prozent). Diese Prämie lohnt sich nur, solange die US-Märkte und Japan weiterhin die globale Wirtschaftsentwicklung outperformen.
Bewertung und charttechnische Lage
Die starke Kursentwicklung hat die Bewertung nach oben getrieben. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von nahe 24 ist der ETF historisch betrachtet teuer. Die Hoffnung der Anleger ruht auf den für das erste Quartal 2026 erwarteten Zinssenkungen der US-Notenbank, welche die hohen Multiplikatoren rechtfertigen sollen.
Das charttechnische Bild bleibt derweil konstruktiv. Der ETF notiert nahe seinem Allzeithoch im Bereich von 187 bis 188 US-Dollar. Für den weiteren Jahresverlauf sind nun zwei Faktoren entscheidend: Zum einen müssen sich die massiven KI-Investitionen der Top-Holdings in breitem Gewinnwachstum niederschlagen. Zum anderen fungiert die Marke von 190 US-Dollar als technischer Trigger: Ein Ausbruch darüber würde den langfristigen Bullentrend bestätigen, während die 50-Tage-Linie bei etwa 180 US-Dollar als erste wichtige Unterstützung dient.
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