Das erste Quartal 2026 brachte dem iShares MSCI World ETF (URTH) eine bemerkenswerte Neuerung: Zum ersten Mal seit Jahren wurde die Gewichtung amerikanischer Aktien im Index leicht reduziert. Gleichzeitig kündigt sich für Mai eine deutlich tiefgreifendere Überarbeitung an.
Die März-Anpassungen im Überblick
Die Portfolioänderungen traten zum Handelsschluss am 27. Februar in Kraft und wurden offiziell am 2. März wirksam. Der Umfang blieb bewusst begrenzt: 18 Unternehmen wurden neu aufgenommen, 27 gestrichen. Thematisch verschob sich der Fokus dabei in Richtung KI-Hardware und Satellitenkommunikation.
Zu den Neuzugängen zählen AST SpaceMobile, Coherent Corp und FTAI Aviation. Gestrichen wurden unter anderem Tokyo Metro, Trend Micro und der französische Zahlungsdienstleister Edenred. Auf Länderebene verlor Japan per Saldo zwei Mitglieder, Taiwan vier. Großbritannien nahm Airtel Africa auf, strich dafür DCC und Hikma Pharmaceuticals. Schweden gewann Verisure, Österreich die BAWAG Group.
Trotz dieser Randanpassungen bleibt das Bild an der Spitze unverändert: Nvidia (5,47 %), Apple (4,53 %) und Microsoft (3,58 %) dominieren das Portfolio weiterhin. Mehr als 70 % des Fondsvermögens entfallen nach wie vor auf US-Aktien.
Krypto-Ausschluss vorerst vom Tisch
Ein umstrittener Punkt fand keinen Eingang in diese Anpassungsrunde: Der geplante pauschale Ausschluss von Unternehmen mit erheblichen Kryptowährungsreserven wurde vertagt. MSCI will zunächst weitere Marktkonsultationen durchführen. Unternehmen, bei denen Krypto-Bestände mehr als 50 % der Gesamtaktiva ausmachen, bleiben vorerst indexfähig – sofern sie alle übrigen Kriterien erfüllen.
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Der eigentliche Einschnitt kommt im Mai
Der moderate Zuschnitt der März-Runde war kein Zufall. MSCI hielt die Änderungen bewusst klein, um übermäßigen Portfolioumschlag vor der für Mai 2026 geplanten Methodiküberarbeitung zu vermeiden. Dann soll eine neue Berechnungsmethode für Streubesitzanpassungen und Rundungskonventionen eingeführt werden. Geänderte Rundungsregeln können die berechneten Streubesitzanteile einzelner Mega-Cap-Titel verschieben und damit deren Indexgewichtung neu kalibrieren.
Marktbeobachter erwarten, dass die Mai-Revision deutlich mehr Portfoliobewegungen auslösen wird als die vergleichsweise sanften März-Anpassungen. Ob die neue Methodik die ohnehin hohe Konzentration in wenigen Mega-Caps reduziert oder weitgehend beibehält, ist noch offen.
Hinzu kommt ein kurzfristiger makroökonomischer Faktor: Die Fed-Sitzung am 17. und 18. März entscheidet über Zinssenkung oder Pause – und dürfte die Kursentwicklung des technologielastigen ETF in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen. Der Mai-Termin bleibt dennoch das strukturell bedeutsamere Ereignis, mit dem Potenzial für spürbare Gewichtungsverschiebungen bei einzelnen Mega-Cap-Positionen.
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